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Stillen Allergieprävention

Stillen ist die beste Allergieprävention

 

Allergenarmes Eiweiß spielt eine Schlüsselrolle bei der Vorbeugung von Allergien

Dienstag, 3. Mai 2016 - 14:53

Bei Kindern, die in den ersten 6 Monaten ausschließlich allergenarmes Eiweiß, z.B. in Muttermilch, zu sich genommen haben, treten später deutlich seltener allergische Reaktionen auf.

So wie Sie Ihrem Baby Talente und Ähnlichkeiten weitergeben, ist auch das Allergierisiko erblich. Ob Ihr Kind ein erhöhtes Allergierisiko hat, können Sie mit unserem Allergie-Check ganz schnell und einfach herausfinden. Im Falle eines erhöhten Allergierisikos können Sie durch die richtige Ernährung im ersten Lebensjahr entscheidend mitbeeinflussen, ob bei Ihrem Kind später tatsächlich Allergien auftreten.

Studien zeigen, dass ausschließliches Stillen in den ersten 4 bis 6 Monaten Babys mit erhöhtem Allergierisiko vor Allergien schützen kann*. Für Babys, die nicht gestillt werden, empfehlen Experten, in Absprache mit der Hebamme oder dem Kinderarzt eine HA-Nahrung mit wissenschaftlich geprüftem Eiweißhydrolysat zu geben. Wichtig ist dann, in den ersten 4 bis 6 Monaten ausschließlich diese HA-Nahrung zu verwenden. Doch was ist eigentlich eine Allergie?

Als Allergie bezeichnet man eine Überreaktion des Körpers auf an sich harmlose Substanzen, die das Immunsystem als fremd einstuft (Allergene). Dabei sind solche Allergene immer Eiweiße, wie zum Beispiel Kuhmilcheiweiß.

 


Überreaktion auf eigentlich harmlose Stoffe

Allergische Reaktionen wie Hautausschlag (Neurodermitis) können unter anderem durch Kuhmilcheiweiß, das in Standard-Säuglingsmilch enthalten ist, ausgelöst werden: Beim ersten Kontakt stuft das Immunsystem das eigentlich harmlose Eiweiß fälschlicherweise als Bedrohung ein und speichert diese Information ab. Bei erneutem Kontakt mit diesem Eiweiß tritt dann eine allergische Reaktion auf: Das Immunsystem „bekämpft“ die vermeintliche Gefährdung.

 


Vorbeugung durch allergenarmes Eiweiß

Muttermilch enthält überwiegend körpereigenes Eiweiß, das vom Immunsystem nicht als fremd erkannt wird. Für nicht gestillte Babys mit erhöhtem Allergierisiko wird geprüfte HA-Nahrung empfohlen: Das in ihr enthaltene Eiweiß ist in kleine Bausteine aufgespalten, rutscht durch den Radar des Immunsystems und ist deshalb allergenarm. Man spricht in diesem Fall von hydrolysiertem Eiweiß oder Hydrolysat.

 


Zwei Punkte, die Sie beachten sollten

Da auch die Art der Eiweißspaltung einen Einfluss auf die Wirksamkeit hat, sollten Sie auf HA-Nahrung achten, deren hydrolysiertes Eiweiß in wissenschaftlichen Studien, wie zum Beispiel der GINI Studie, geprüft wurde. Wichtig ist außerdem, diese HA-Nahrung in den ersten 4 bis 6 Lebensmonaten konsequent beizubehalten. Schon ein einziges Fläschchen mit "normalem", nicht aufgespaltetem Eiweiß kann zu einer Sensibilisierung des Immunsystems führen und damit das Risiko für das Auftreten einer Allergie erhöhen. Ihr Kinderarzt oder Ihre Hebamme helfen Ihnen hier sicher gerne weiter.

 


Die wichtigsten Do’s & Dont’s bei erhöhtem Allergierisiko

  • Während der Schwangerschaft und in Gegenwart des Kindes sollte nicht geraucht werden
  • Es sollten keine felltragenden Tiere angeschafft werden
  • Schimmelpilzbildung im Innenraum ist zu vermeiden
  • Übergewicht sollte vermieden werden
  • In den ersten vier bis sechs Lebensmonaten sollte ausschließlich gestillt werden
  • Ist dies nicht möglich, sollten Sie in den ersten vier bis sechs Monaten ausschließlich eine HA-Nahrung mit wissenschaftlich geprüftem Eiweißhydrolysat füttern

 


*Quelle: AWMF-S3-Leitlinie Allergieprävention, Update 2014.

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