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Allergievorsorge

Allergievorsorge

 

Wie groß ist das Allergierisiko eines Neugeborenen?

Dienstag, 22. März 2016 - 11:33

Was können Eltern tun, um das Allergierisiko ihres Kindes zu senken? Interview mit Herrn Erhard Hackler - geschäftsführender Vorstand der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V.

Wie groß ist das Risiko eines Neugeborenen in Deutschland, an einer Allergie zu erkranken?

Das Risiko eines Neugeborenen, im Laufe der Kindheit oder Jugend eine Allergie zu entwickeln, liegt im Durchschnitt bei 25 bis 30 Prozent. In allergisch vorbelasteten Familien steigt das Risiko auf bis zu 80 Prozent an. Es ist umso höher, je mehr Verwandte ersten Grades - also Mutter, Vater oder Geschwister - an einer Allergie leiden. 
Mit einem Allergie-Check können Eltern ganz einfach und schnell herausfinden, ob Ihr Baby ein erhöhtes Allergierisiko hat. Der Allergie-Check kann beim Kinderarzt oder hier gemacht werden. 

Was können Eltern tun, um das Allergierisiko ihres Kindes zu senken? Gibt es für erblich vorbelastete Kinder besondere Empfehlungen?
 
Eine der wichtigsten Empfehlungen ist, während der Schwangerschaft nicht zu rauchen und für eine rauchfreie Umgebung des Kindes zu sorgen. Generell sollten Babys in einem schadstoffarmen Wohnumfeld aufwachsen. So ist es keine gute Idee, kurz vor der Geburt des Babys das Kinderzimmer neu zu streichen. Auch viele neue Möbel dünsten Schadstoffe aus. Eltern sollten beim Kauf auf schadstoffarme Möbel achten oder erst einmal auf gebrauchte Möbel zurückgreifen. 

Immer wieder wird auch nach dem Für und Wider beim Thema Haustiere gefragt. Nach dem heutigen Kenntnisstand raten Experten, im Fall eines erhöhten Allergierisikos keine Felltiere neu anzuschaffen, insbesondere Katzen. 

Schließlich spielt die Ernährung eine große Rolle bei der Allergieprävention. Die Darmschleimhaut ist bei Säuglingen in den ersten sechs Monaten noch wesentlich durchlässiger als im späteren Leben, sodass auch größere Bestandteile aus der Nahrung, beispielsweise Eiweißmoleküle, leicht passieren können. Aus diesem Grund ist das Risiko, dass ein Säugling gegen bestimmte Stoffe wie beispielsweise Milcheiweiß sensibilisiert wird, besonders groß. Die beste Ernährungsform ist daher das Stillen. Muttermilch kann auch bei allergiegefährdeten Kindern keine Sensibilisierung hervorrufen, weil das Milcheiweiß vom kindlichen Organismus als körpereigen angesehen wird. Selbstverständlich ist Stillen auch für nicht vorbelastete Babys das Beste. 

Was raten Sie Müttern, die nicht stillen können? 

Stillen ist die beste Alternative, nur wenn Stillen nicht möglich ist, ist die beste Wahl eine HA-Nahrung mit hydrolysiertem Eiweiß (dem so genannten Hydrolysat). Nichtgestillte Babys mit erhöhtem Allergierisiko sollten vom ersten Fläschchen an HA Nahrung erhalten. Hier ist das Milcheiweiß in kleinere Bausteine zerlegt, welches das Risiko auf Milcheiweißallergie senkt. 

Worauf sollten Eltern bei der Auswahl einer solchen HA Nahrung achten? 

Nicht jede HA-Nahrung ist gleich. Bei allen HA-Nahrungen ist das Milcheiweiß in irgendeiner Form in kleinere Bausteine gespalten. Doch ob die Nahrung letztendlich auch das Allergierisiko senken kann, muss sie in Studien beweisen. Eine der größten Langzeitstudien ist die so genannte GINI-Studie, in der Kinder vom ersten Fläschchen bis zu ihrem mittlerweile 15. Lebensjahr auf die Entwicklung von Allergien hin untersucht wurden. Ob eine HA-Nahrung in der GINI-Studie geprüft wurde, erkennen Eltern am entsprechenden Hinweis auf der Verpackung. Am besten lassen sich Eltern diesbezüglich vom Kinderarzt beraten. 

Ab welchem Alter dürfen allergiegefährdete Kinder Beikost erhalten? Was gilt es dabei zu beachten? 

Mit Beginn des fünften Lebensmonats können auch Kinder mit erhöhtem Allergierisiko Beikost erhalten. Sinnvoll ist es, neue Nahrungsmittel nach und nach einzuführen, etwa Gemüsebrei aus Möhren, Pastinaken oder Kürbis. So lässt sich am besten herausfinden, ob Unverträglichkeiten bestehen. Nach neuesten Empfehlungen sollen auch allergiegefährdete Babys nun auch Lebensmittel probieren, die als potenzielle Allergieauslöser gelten, wie beispielsweise Fisch oder Weizen. Wenn Kinder eine besonders empfindliche Verdauung haben, kann es sinnvoll sein, noch für eine Weile HA-Folgenahrung zu geben, weil diese besonders leicht verdaulich ist.

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