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Ernährung von Kaiserschnittbabys

 

Stillen ist nach dem Kaiserschnitt das Beste 

Dienstag, 17. November 2015 - 17:10

Ganz gleich auf welchem Weg Ihr Baby auf die Welt kommt – vom Moment seiner Geburt möchten Sie alles tun, damit es sich gesund entwickelt. Und dazu braucht es gar nicht so viel.

Intakter Immunschutz beginnt im Darm

Gerade in den ersten Wochen und Monaten nach einem Kaiserschnitt ist richtige Ernährung besonders wichtig. Denn etwa 70 Prozent des Immunschutzes eines Neugeborenen befinden sich in seinem Darm: in Form von „guten“ Bakterien. Sie kleiden die Darmwände aus und verhindern, dass „schlechte“, krankheitsauslösende Bakterien dort andocken können. Eine intakte Darmflora ist also der optimale Schutz für die Gesundheit Ihres Säuglings.

Was ist anders bei Kaiserschnittbabys?

Natürlich geborene Babys schlucken nötige Bifidusbakterien im Geburtskanal. Bei einem Kaiserschnittbaby hingegen ist der Darm direkt nach der Geburt nur wenig mit schützenden Bakterien besiedelt, weil es sich nicht durch den Geburtskanal hindurch arbeiten musste. Das kann nach Auffassung von Experten mit ein Grund sein, warum bei diesen Babys bestimmte Probleme häufiger auftreten: Zum Beispiel ein erhöhtes Risiko für akute Darmerkrankungen, Allergien oder Asthma sowie allgemeine Schwächen des Immunsystems.

Was kann ich für mein Baby tun?

Das Beste, was Sie jetzt machen können, ist Stillen. In der ersten Zeit nach der Geburt erhält Ihr Baby durch die Muttermilch alles, was es für den Aufbau einer gesunden Schutzflora im Darm braucht. Ist Ihr Baby per Kaiserschnitt zur Welt gekommen und können Sie es nicht gleich voll stillen, ist eine optimale Säuglingsanfangsnahrung wichtig. Ihre Hebamme oder Ihr Arzt werden Sie bei der Wahl einer geeigneten Nahrung für Ihr Kind unterstützen.

Unser Tipp:

Falls Sie aus medizinischen Gründen nach der Geburt von Ihrem Baby getrennt sind oder aufgrund von Medikamenten nicht stillen können, sollten Sie regelmäßig abpumpen, um die Milchbildung anzuregen. So können Sie nachher einfacher mit dem Stillen loslegen. Ihre Hebamme oder eine Stillberaterin können Sie dabei unterstützen, lassen Sie sich einfach im Krankenhaus beraten.

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