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Stilltipps

 

Aller Anfang ist ... ungewohnt.

Dienstag, 17. November 2015 - 15:18

Stillen ist keine Wissenschaft. Es ist eigentlich ganz einfach. Folgen Sie Ihrem Gefühl. Mit ein paar Tricks können Sie sich gerade am Anfang vieles erleichtern.

Sie können Ihr Baby stehend, sitzend oder im Liegen stillen. Es gibt kein richtiges und kein falsches Stillen - probieren Sie was für Sie am angenehmsten ist.

Suchen Sie sich einen Ort, an dem Sie sich wohl fühlen und der gemütlich ist – z. B. Ihren Lieblingssessel, das Sofa oder Ihr Bett. Hilfreich ist ein Stillkissen oder eine aufgerollte Wolldecke. Halten Sie außerdem eine Wasserflasche griffbereit, denn Stillen macht oft sehr durstig.

Bitte nicht stören lassen.

Stillen ist eine Zeit, die nur Ihnen und Ihrem Baby gehört. Lassen Sie sich durch nichts und niemandem stören. Sagen Sie auch den Familienmitgliedern, dass ihre Wünsche jetzt warten müssen. Telefon und Handy dürfen jetzt einfach mal klingeln – oder noch besser: Schalten Sie beides aus oder auf lautlos.

Finden Sie Ihren Rhythmus

Geben Sie sich und Ihrem Baby Zeit. Es kann eine Weile dauern, bis sich die Milchmenge und der Hunger Ihres Babys eingependelt haben. Nach ein paar Tagen sind Sie meist ein eingespieltes Team.

• Legen Sie Ihr Baby am Anfang ruhig oft an.

• Stillen Sie Ihr Baby immer, wenn es hungrig ist – auch nachts.

• So lange Ihr Baby kräftig saugt, hat es Hunger und trinkt. Es gibt keine vorgegebene Dauer fürs Stillen.

• Wenn der erste Hunger gestillt ist, nuckeln Babys oft noch weiter. Trennen Sie Ihren Schatz dann vorsichtig von Ihrer Brust. Legen Sie Ihr Baby an derselben Brust wieder an, nachdem es ein Bäuerchen gemacht hat, um zu sehen, ob es noch Hunger hat.

Wenn Ihr Baby sehr hungrig ist, kann es gerade am Anfang manchmal hektisch werden. Es sucht dann mit aufgesperrtem Mund nach der Brustwarze, ohne sie gleich zu finden. Bleiben Sie ruhig und helfen Sie ihm ein bisschen. Auch das spielt sich ein.

Anlegen

Der geöffnete Mund des Babys findet Ihre Brustwarze und saugt daran. Ein Teil des Warzenhofs wird dabei mit eingesaugt. Sie können Ihrem Baby helfen, indem Sie Brustwarze und Warzenhof leicht zusammendrücken, um ein U zu formen.

Trinken

Die Unterlippe Ihres Kindes ist hochgezogen. Seine Nase liegt an Ihrer Brust und Sie beobachten eine regelmäßige Bewegung des Unterkiefers.

Ausruhen

Lassen Sie nach dem Stillen die Brustwarzen an der Luft trocknen. Verteilen Sie einen Rest der Muttermilch auf den Warzen. Die Milch enthält Stoffe, die Entzündungen lindern oder gar verhindern. Deshalb sollten Sie die Brustwarzen nicht waschen.

Was, wenn es nicht gleich klappt?

Manchmal geht das Stillen nicht gleich so, wie man es sich wünscht. Bleiben Sie gelassen – meistens stellt sich schnell wieder Routine ein. In folgenden Fällen sprechen Sie bitte mit Ihrer Hebamme oder dem Kinderarzt.

• Ihr Kind trinkt seltener als 5 Mal pro Tag (24 Stunden).

• Der Stillrhythmus ändert sich plötzlich deutlich

• Ihr Baby schluckt nur wenig oder unregelmäßig.

• Ihr Baby weint sehr viel oder schläft fast die ganze Zeit.

• Die Gewichtskurve Ihres Babys entwickelt sich nicht regelmäßig.

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