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Eltern mit Baby | Babyservice

Was sollte in Milch, die Babys trinken, enthalten sein?

 

Du möchtest auch nach dem Stillen die Gewissheit der bestmöglichen Ernährung für dein Baby haben?

Klar ist: Muttermilch ist die natürliche und damit gesündeste Ernährung für dein Baby, denn sie enthält alle nötigen Inhaltsstoffe in optimaler Zusammensetzung, die dein Baby für seine Entwicklung braucht. Aber was, wenn es mit dem Stillen nicht klappt oder du dich dazu entschieden hast, nicht mehr zu stillen? Dann sollte dein Baby eine Säuglingsmilch bekommen, die auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Muttermilchforschung beruht.

 


Durch mehr als 150 Jahre Muttermilchforschung haben Wissenschaftler:innen herausgefunden, was Muttermilch so besonders macht.

Seit über 150 Jahren setzen sich unsere Wissenschaftler:innen jeden Tag dafür ein, die komplexen Eigenschaften von Muttermilch zu entschlüsseln. In unserem größten Forschungszentrum in Lausanne (Schweiz) forschen rund 300 Expert:innen z. B. aus der Medizin, Biologie oder Ernährungswissenschaften an Muttermilch. Dabei arbeiten sie eng mit Kliniken und Universitäten sowie vielen weiteren Nestlé Forschungseinrichtungen zusammen.

 

Die 4 Hauptkomponenten in Muttermilch

Laktose (Milchzucker), Lipide (Milchfette), HMO (Humane Milch-Oligosaccharide) und Proteine (Eiweiße) sind die vier Komponenten, die mengenmäßig die größten Anteile in der Muttermilch ausmachen. Sie sind nicht nur Energielieferanten, sondern erfüllen auch andere wichtige Funktionen im Körper deines Babys.

 

Inhaltsstoffe in Muttermilch | Babyservice

Mengen und Verfügbarkeit der Nährstoffe in der Muttermilch.
 

Warum ist das Protein in der Muttermilch so besonders?

Das Protein (auch Eiweiß genannt) in der Muttermilch passt sich in der Menge je nach Entwicklungsphase an die Bedürfnisse deines Babys an. Am Anfang enthält die Muttermilch mehr Protein, weil dein Baby in den ersten 4-6 Monaten schneller wächst. In den folgenden Monaten sinkt der Proteingehalt in der Muttermilch, weil dein Baby nicht mehr so schnell wächst und daher weniger Protein benötigt.

 

Proteingehalt der Muttermilch | Babyservice

Der Proteingehalt der Muttermilch verändert sich im Laufe der Zeit.

 

Warum ist die Proteinmenge in der Anfangs- und Folgemilch so wichtig?

Genau, wie die Proteinmenge in der Muttermilch sich an die Bedürfnisse deines Babys anpasst, sollte auch in Anfangs- und Folgemilch die richtige Menge Protein enthalten sein.

Das bedeutet in der Anfangsmilch sollte mehr Protein enthalten sein als in der Folgemilch, da dein Baby in den ersten 4 Monaten schneller wächst und zunimmt als in den folgenden Monaten. Je älter dein Baby wird, umso weniger Protein braucht dein Kleines. Daher wird von Wissenschaftler:innen empfohlen eine Folgemilch zu füttern, die weniger Protein enthält als eine Anfangsmilch6. Das Protein sollte auch eine besonders hochwertige Qualität haben.

Was versteht man unter einer hochwertigen Proteinqualität? Ein Protein hat eine hohe Qualität, wenn die einzelnen Bausteine (Aminosäuren) des Proteins in Menge und Form den Aminosäuren entsprechen, die auch in Muttermilch vorkommen.

 

Die Proteinmenge von Muttermilch, Anfangsmilch und Folgemilch | Babyservice

Die Proteinmenge sollte an die Bedürfnisse des Babys angepasst sein.
 

Eine niedrige Proteinzufuhr in den ersten Lebensjahren senkt das Risiko, später übergewichtig zu werden

In Studien1 wurde herausgefunden, dass eine niedrige Proteinzufuhr im Säuglingsalter das Risiko für späteres Übergewicht senkt. Daher ist in der neuen EU-Regelung2 der Mindestgehalt an Protein für Folgemilch von 1,8 g auf 1,6 g/ 100 kcal reduziert worden. Außerdem zeigen Studien3, dass auch eine ungünstige Proteinqualität zu einem höheren Übergewichtsrisiko führen kann. Expert:innen empfehlen daher, sowohl auf die Menge als auch die Qualität von Protein zu achten.

 

 

Und welche Funktion haben HMO in der Muttermilch?

HMO (Humane Milch-Oligosaccharide) sind wahre Multi-Talente. Sie machen die Muttermilch besonders wertvoll, weil sie im Körper deines Babys mehrere wichtige Funktionen für seine gesunde Entwicklung erfüllen. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Unterstützung des Immunsystems.

  • Förderung des Wachstums guter Bakterien im Darm, welche dann weniger Raum für schlechte Bakterien lassen.

Aber HMO sind nicht gleich HMO, denn sie kommen in vielen verschiedenen komplexen Strukturen vor, die entscheidend für ihre Wirkung sind. Ein HMO, das besonders häufig in der Muttermilch vorkommt und sehr gut erforscht wurde, ist das HMO 2´-FL (2´-Fucosyllactose)4. Seit einiger Zeit ist es möglich, in einem aufwändigen Verfahren, einige bedeutsame HMO exakt nachzubilden, so dass mittlerweile mit HMO angereicherte Folgenahrung hergestellt werden kann.

 

HMO in Muttermilch | Babyservice

 HMO (Humane Milch-Oligosaccharide) erfüllen wichtige Funktionen für die gesunde Entwicklung von Babys.
 

Milchfette-Lipide: Muttermilch enthält die langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren Arachidonsäure (ARA) und Docosahexaensäure (DHA)

Die DHA (Omega-3 Fettsäure) und ARA (Omega-6 Fettsäure) sind natürlicherweise in der Muttermilch enthalten und unterstützen die Entwicklung von Gehirn- und Nervenzellen. Seit Februar 2020 müssen entsprechend der EU Regelung2 alle Standard Anfangs- und Folgemilchen DHA enthalten. Führende Expert:innen in der Muttermilchforschung empfehlen darüber hinaus, dass Säuglingsmilchen neben DHA die gleiche Menge an ARA enthalten sollen5

 

Warum ist Milchzucker in der Folgemilch?

Milchzucker, auch Laktose genannt, ist der Hauptbestandteil von Muttermilch. Daher ist es selbstverständlich auch gesetzlich vorgeschrieben, dass Laktose in Anfangs- und Folgemilch enthalten sein muss.

 

Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente

Sie versorgen dein Baby mit allem, was es für eine gesunde Entwicklung benötigt. Für Säuglingsmilchen gibt eine EU-Verordnung genau die Auswahl und Menge aller relevanten Inhaltsstoffe vor, welche enthalten sein müssen, damit dein Baby in jeder Entwicklungsstufe gut versorgt ist.

 

Quellen:

1 Koletzko B et al. Am J Clin Nutr. 2009 Jun;89(6):1836-45. Weber M et al. Am J Clin Nutr. 2014 May;99(5):1041-51

2 Delegierte Verordnung (EU) 2016/127

3 Fleddermann et al. Clinical Nutrition 2014; 3(2014): 588-595

4 Lewis et al. Microbiome 2015;3:13; 2 Morrow et al. J Pediatr 2004;145:297303; Sprenger et al. Eur J Nutr 2017; 56(3):1293-1301; 4 Korpela et al. Scientific Reports 2018 ;8 :13757

5 Koletzko B, et al. Am J Clin Nutr 2020 Jan; 111 (1): 10–16

6 Borkhardt A, Wirth S (2021): Stufenkonzepte bei Säuglingsmilchen – Stellungnahme der Ernährungskommission der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde e. V. (ÖGKJ). Monatsschr. Kinderheilkd. 2021 https://doi.org/10.1007/s00112-021-01173-1

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