Sorry, you need to enable JavaScript to visit this website.
Suche
Noch kein Mitglied? Hier registrieren
Teile diesen Artikel
X
Trotzkind

Die Trotzphase

 

Wutbündel, Trotzköpfchen, Zornprinzessin... Mit Wutanfällen richtig umgehen.

Freitag, 9. Oktober 2015 - 18:28

Im Verlauf des dritten Lebensjahres kommt Ihr kleiner Schatz vielleicht, wie viele Kleinkinder, in die sogenannte Trotzphase. Aber warum eigentlich? 

Das Selbstbewusstsein wächst und damit der eigene Wille. Oft möchte Ihr Kind jetzt etwas, das aus verschiedensten Gründen einfach nicht oder noch nicht möglich ist. Das frustriert. Hilflos und naturgemäß unerfahren reagieren Kleinkinder mit Wut – die Trotzphase ist da. 

Kompromisse eingehen, warten können oder verzichten muss erst gelernt werden. Bis dahin ist Wut ein kleinkindgerechtes Ventil. Helfen Sie Ihrem kleinen Zornbündel mit Verständnis und Geduld. 

Hilflos, aber entspannt

Wenn also ein solcher Wutausbruch kommt, denken Sie daran: Es ist die Hilflosigkeit Ihres Kindes, die Frustration und Zorn auslösen. Begegnen Sie dem Ganzen möglichst gelassen, selbst wenn sich Ihr Kind öffentlich auf den Boden wirft, mit den Füßen tritt oder hartnäckig brüllt! Oft können Sie eh nur abwarten, bis sich der Sturm gelegt hat. Und trösten Sie sich: Andere Eltern stehen dem ebenso hilflos gegenüber.

Trotzköpfchen in der Lernphase 

Es ist ein Lernprozess zu begreifen, dass andere auch Bedürfnisse haben und sich nicht alle Wünsche und Vorstellungen vereinbaren lassen. Kompromisse eingehen, warten können, mit Grenzen oder Misserfolgen umgehen können oder auch mal auf etwas verzichten müssen also erst geübt und gelernt werden. So werden aus kleinen Persönchen echte Persönlichkeiten. 

Ablenkung für Wutbengel und Zornprinzessinnen

Wenn Sie absehen können, dass es gleich zu einem Zornausbruch kommt, können Sie versuchen Ihr Kind abzulenken. Zum Beispiel mit einer Aufgabe, die es leicht bewältigen kann, oder einem Spiel. 

Raus mit der Wut 

Bieten Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, sich kontrolliert auszutoben. Lassen Sie zu, dass es wie wild auf einen Karton schlägt oder auf einer Matratze herumhüpft. Versuchen Sie selbst möglichst gelassen zu bleiben, den Überblick zu behalten und es gewähren zu lassen, bis es sich beruhigt. Achten Sie dabei darauf, dass Ihr Kind weder sich noch andere verletzt. Unterwegs haben Sie diese Möglichkeit jedoch nicht immer. Aber Sie können mit einem kurzen Ortwechsel Beruhigung erreichen. Gehen Sie z. B. im Restaurant für einen Moment vor die Tür, allein das kann ablenken und so schon helfen.

Die richtige Reaktion

Schenken Sie dem kleinen Wutbündel möglichst wenig Beachtung. Denn das nimmt Ihr Kind als Bestätigung wahr. Zu versuchen, mit einer Belohnung zu besänftigen, macht im schlimmsten Falle den Wahnsinn zur Methode. Ihr Kind stellt fest: „Bekomme ich einen Wutanfall vor dem Süßwarenständer an der Supermarktkasse, dann kauft Mama mir einen Schokoriegel.“ Ausschimpfen oder Drohungen sind erst recht keine Lösung. Denn dadurch fühlt Ihr Kind sich unverstanden und ungerecht behandelt und es wird eher noch schlimmer. 

Alles wieder gut! 

Wichtig ist in dieser Zeit auch das „sich wieder vertragen“: Denn Ihr Kind lehnt sich zwar gegen Sie auf, aber es lehnt Sie nicht ab, auch wenn Sie mal ein paar Minuten lang die „böse Mama“ sind. Zeigen Sie Ihrem kleinen Trotzköpfchen, dass Sie es weiterhin lieb haben, und kehren Sie schnell wieder in den Normalzustand zurück. Auch ein Lob tut jetzt Ihrem Kind sehr gut.

Auch diese Phase geht vorbei! 

Einfach ist das nicht, aber versuchen Sie sich trotzdem immer wieder zu sagen: „Das ist nur eine Phase. Die geht vorbei.“ Und lassen Sie sich unterwegs auch nicht von fremden Blicken irritieren. Die meisten Menschen haben Erfahrung mit Kindern und niemand hält Sie für eine Rabenmutter oder einen Rabenvater. Vielmehr können Sie sich in der Regel eines tief empfunden Mitgefühl sicher sein. 

Tipps zur Trotzphase

• Setzen Sie das Wort „nein“ möglichst sparsam ein. Wenn z. B. der Gurt am Kindersitz abgelehnt wird, gibt es keine Diskussionen. Will Ihr Kind aber unbedingt etwas anziehen, was in Ihren Augen überhaupt nicht zusammenpasst – was soll’s. 
• Beugen Sie vor. Haben Sie das Gefühl, ein Stimmungswechsel bahnt sich an? Versuchen Sie für Ablenkung zu sorgen. Am besten mit einem Spiel, bei dem sich Ihr Kind richtig austoben darf.
• Abendrituale einhalten. Gerade kleine Trotzköpfe brauchen sowohl Schlaf als auch feste Bettzeiten. Denn sind Kinder müde und überdreht, können Kleinigkeiten zu noch mehr Zorn führen.

 

Weiterlesen

Der Babyservice Club

Genau auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Tipps, Tricks und Vorteile.

  • Briefkissen gelb BabyserviceKostenlose Babyservice Club-Präsente für Schwangere und Eltern von Babys bis zu 8 Monaten.
  • PostRegelmäßige Babyservice Club-Post per E-Mail.
  • GratisprobenGratisproben von Bübchen (zum letzten Schwangerschaftsdrittel) und Nestlé BEBA Folgemilch (zum 6. Lebensmonat).
  • AppsAllergiecheck und weitere praktische Hilfs-Tools.

Jetzt Mitglied werden!

Ähnliche Inhalte