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Wenn zwei sich streiten

Wenn zwei sich streiten

 

Auch Streiten will gelernt sein. Hilfreiche Regeln für Große und Kleine.

Freitag, 9. Oktober 2015 - 18:33

Schlichten oder laufen lassen? Wie Sie mit kleinen Streithähnen am besten umgehen und warum Streit und Versöhnung zum Groß werden einfach dazu gehören. 

Fleißig backt Luka Sandkuchen. Trotzig tritt Lisa einen kaputt. Gehen Sie dazwischen? Lassen Sie die beiden den Streit selbst beenden? Oder nehmen Sie sich direkt Lukas Mutter zur Brust? Halt, nicht jeder Sandkuchen wird so heiß gegessen, wie er gebacken wird.

Denn grundsätzlich gilt: Streiten ist erlaubt! Streiten ist sogar notwendig. Denn ein Kind lernt eine Menge dabei: Z. B. Grenzen zu ziehen und die Grenzen anderer zu respektieren. 

Das richtige Timing

Greifen Eltern also zu früh ein, bringen Sie Kinder um die Chance, sich im Streit zu entwickeln und daraus zu lernen. Mehr noch: Mit elterlicher Autorität „Frieden“ zu stiften, lässt den Streit unter Umständen nur weiter gären. Beides erschwert die Einigung. Ein „guter“ Streit aber endet in einer Einigung – und nicht in Sieg oder Niederlage. 

Selbst vorbildlich streiten!

Kinder schauen sich übrigens das Verhalten Ihrer Eltern auch beim Streiten ab. Und lernen dabei. Leben Sie also möglichst gutes Streitverhalten, Diskussion und Einigung, vor, so lernt Ihr Kind am meisten.

Zu klein für Diplomatie

Erwarten Sie aber nicht zu viel. Da Kleinkinder einen Konflikt nur begrenzt mit Worten austragen können, kann es schnell einmal körperlich werden. Miteinander rangeln ja, aber nur wenn die Kräfte auf beiden Seiten gleich und die Mittel verhältnismäßig sind.

Wann Sie dazwischen gehen sollten

Drischt z. B. das größere, stärkere Kind mit dem Schäufelchen auf das kleinere Kind ein, können und sollten Sie dazwischen gehen und die beiden Streithähne erst einmal voneinander trennen. Doch wie geht’s dann weiter? Im Folgenden finden Sie ein paar Tipps, um Streitigkeiten in geregelten Bahnen zu halten:

Streit-Regeln für Kinder

• Mit Gegenständen wird weder geworfen noch geschlagen

• Gefühle dürfen sein, Gemeinheiten nicht

• Größere gehen nicht auf Kleinere los, dürfen sich aber natürlich wehren 

• Es gehen nie mehrere auf einen los

• Wenn einer nicht mehr möchte, ist Schluss

• Am Ende steht die Einigung, nicht Sieg oder Niederlage

Streit-Tipps für Eltern

• Lassen Sie Streit zu. Ihr Kind lernt dadurch.

• Bewahren Sie Ruhe, Übersicht und Augenmaß.

• Handeln Sie je nach Situation: Wird nur gezetert oder tatsächlich geschlagen?

• Ergreifen Sie nicht grundsätzlich Partei. Versuchen Sie, neutral zu bleiben, wenn nicht eine der obigen Regeln verletzt wird. 

• Lassen Sie sich nicht hineinziehen: Es sind die Kinder, die streiten.

• Versuchen Sie, den Kindern die Einigung zu überlassen und erst eine Lösung anzubieten, wenn offensichtlich nichts mehr geht.

• Stellen Sie Fragen: Ist jemandem etwas passiert? Was ist der Grund des Streites? Welche Seite hat was für Wünsche? Nehmen Sie beide Seiten ernst.

• Wenn das Gemecker gar kein Ende nimmt, trennen Sie die Streithähne räumlich. Wenn jeder mal eine Stunde allein gespielt und sich abgeregt hat, geht es oft besser.

• Vor allem bei Geschwisterstreitereien ein zeitliches Limit setzen: Wenn’s ins Bett geht, sollten sich alle wieder vertragen haben. 

• Niemandem bricht ein Zacken aus der Krone, wenn er auch mal nachgibt. Bei Geschwistern müssen das aber nicht immer nur die Großen sein!

 

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