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Schlafen lernen

Schlafen lernen leicht gemacht

 

Bett, nein danke? Tipps und Tricks für kleine Nachteulen

Freitag, 9. Oktober 2015 - 18:32

Freiwillig geht kein Kind ins Bett. Und mit einer kurzen Gute-Nacht-Geschichte ist es auch selten getan. Schließlich gibt es jede Menge guter Gründe wach zu bleiben – aber auch ein paar gute Tricks zum Einschlafen. 

Wenn es darum geht nicht zu schlafen, kann der Einfallsreichtum Ihres Lieblings unerschöpflich sein. Zwar ist jedes Kleinkind eigentlich so weit, dass es alleine in seinem Bett schlafen kann. Und in der Regel sollte es auch durchschlafen. Dennoch klappt das längst nicht immer. 

Vielleicht will Ihr kleiner Schatz einfach nicht einsehen, warum er ins Bett soll, wenn Sie noch wach sind. Oder die älteren Geschwister. Und besonders in der Trotzphase ist das Schlafengehen eine willkommene Gelegenheit, um Grenzen auszutesten 

Bettgewohnheiten und Einschlafrituale

Die erste Einschlafregel: Die Zeit vor dem Schlafen sollte ruhig verlaufen. Wildes Toben oder aufregendes Fernsehen sollten Sie vermeiden. Führen Sie am besten ein festes Abendritual ein, das Sie immer beibehalten z. B.: 

• Nach dem Abendessen zusammen Kuscheln und/oder das Sandmännchen anschauen. 

• Anschließend Schlafanzug anziehen, waschen und Zähne putzen. 

• Im Bett noch eine schöne Gute-Nacht-Geschichte vorlesen. Oder ein Schlaflied singen. Oder beides

• Danach Gute-Nacht-Kuss nicht vergessen und vielleicht ein kleines Schummer-Licht anlassen

Für das Einschlafen sind feste Zeiten sehr wichtig. Kleine Kinder gehen meistens nicht von selbst ins Bett. Dazu noch ein Tipp: Wenn Ihr Kind noch ausgiebigen Mittagsschlaf macht, verkürzen Sie ihn Schritt für Schritt. So kommt es abends früher zur Ruhe. 

Ihr Kind findet kein Ende

Leider hat auch das schönste Abendritual nicht immer Erfolg. Wenn Ihr Kind nach Ihnen ruft, springen Sie nicht sofort auf. Lassen Sie einen Moment Zeit, bis Sie nach ihm schauen. Ruft Ihr Kind immer wieder, versuchen Sie von Mal zu Mal etwas länger zu warten. 

Machen Sie nicht zu viel Aufhebens, wenn Sie bei Ihrem Liebling sind. Streicheln Sie ihn kurz, decken Sie ihn wieder richtig zu, sagen Sie ruhig „Gute Nacht“ und gehen Sie dann wieder aus dem Zimmer. Am Anfang ist es vielleicht ein Geduldsspiel, aber mit der Zeit werden Sie Erfolg haben. Wichtig ist, dass Sie konsequent bleiben. 

Das Monster unter dem Bett

Nehmen Sie es ernst, wenn Ihr Liebling Angst vorm Dunkeln hat. Dahinter steckt die Befürchtung, dass Mama und Papa weg sind und nicht wieder kommen. Solche Verlustängste gehören zur Entwicklung. Im Dunkeln übersetzen Kinder diese Angst in Bilder. So wird aus dem Bademantel an der Tür eine Hexe und aus der Tasche ein Ungeheuer. 

Tipps gegen die Angst im Dunkeln:

• Reden Sie mit Ihrem Kind über seine Angst. Versuchen Sie nicht, die Angst auszureden. Für Ihr Kind ist die Hexe oder der böse Zwerg in der Zimmerecke ganz real. 

• Geben Sie dem Monster einen Namen oder zeichnen Sie es.

• Sehen Sie gemeinsam, wo das Monster ist. 

• Es gibt viele gute Bilderbücher zum Thema „Angst“, die Sie mit ihrem Kind anschauen können – am Tag und in einer ungefährlichen Situation.

• Machen Sie ein kleines Nachtlicht im Zimmer an und/oder lassen die Tür zum Flur einen Spalt offen. Die leisen, vertrauten Geräusche aus der Wohnung zeigen Ihrem Kind zudem, dass Mama und Papa immer noch da sind.

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