Sorry, you need to enable JavaScript to visit this website.

Suche
Noch kein Mitglied? Hier registrieren
Sauber werden

Sauber werden

 

Wie sich die Kleinen von der Windel trennen

Freitag, 12. Februar 2016 - 18:29

Die Umstellung von der Windel aufs Töpfchen ist ein entscheidender Entwicklungsschritt für Ihr Kind. Aber wie und wann gelingt der Abschied von der Windel am sichersten? 

Aufs Töpfchen oder die Toilette zu gehen ist kein angeborener Reflex. Vielmehr muss es gelernt werden wie Schwimmen oder Radfahren. Das bedeutet auch, dass Druck oder Zwang wenig hilft, sondern Geduld gefragt ist. 

 

Gut zu wissen

Kinder lernen meist zuerst, den Darm zu kontrollieren. Die Kontrolle der Blase folgt ein wenig später. Mädchen sind im Schnitt mit zweieinhalb Jahren „trocken“, Jungen ungefähr mit drei Jahren. Doch der richtige Zeitpunkt, mit der so genannten Sauberkeitserziehung zu beginnen, ist von Kind zu Kind unterschiedlich.

Große und kleine Geschäfte

Eine wichtige Rolle spielt die Sprache. Zeigen Sie ihrem Kind, was in der Windel gelandet ist und benennen Sie es immer wieder. So kann sich Ihr Kind diese Begriffe einprägen und mit der Zeit auch deutlich machen, wenn es muss. 

Wann das „Töpfchenzeitalter“ beginnt

Der Entwicklungsstand Ihres Kindes bestimmt maßgebend, wann Sie mit dem Thema Töpfchen beginnen können. Denn dafür muss es bewusst und gezielt Muskeln an- und entspannen können. Diese Fähigkeit stellt sich etwa mit zwei bis zweieinhalb Jahren ein und entwickelt sich ganz von selbst. Sie können diese Fortschritte nicht erzwingen – aber erkennen.

Das „Töpfchenzeitalter“ kündigt sich an, wenn ein Kind

  • mit den Eltern oder Geschwistern auf die Toilette gehen möchte
  • das Wickeln nicht mehr so gerne hat
  • sich ein bisschen zurückzieht, wenn es in die Windel macht
  • sich meldet, sobald die Windel voll ist

Topf oder Toilette?

Versuchen Sie bei Ihrem Kind zu erkennen, ob es lieber Toilette oder Töpfchen möchte. Beginnen Sie einfach mit dem einen, und halten Sie das andere als Alternative bereit. Es kann auch motivierend sein, wenn Ihr Kind beim Töpfchenkauf mit aussuchen darf.

Los geht’s 

Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Kind soweit ist, bringen Sie das Töpfchen oder die Toilette ins Spiel. Die Toilette sollte dazu am besten mit einem Aufsatz zum Sitzverkleinern und einem Hocker zum leichteren Hinaufklettern ausgestattet sein.

Beobachten

Zeigt Ihr Kind eine gewisse Regelmäßigkeit beim Geschäft, etwa nach dem Aufwachen oder den Mahlzeiten, setzen Sie es jeweils zu diesen Zeiten aufs Töpfchen. Auch, wenn ihm der Drang noch nicht anzumerken ist. Das sollte immer wieder, aber ohne Druck geschehen. Wenn nichts kommt, oder - der Klassiker – erst dann, wenn die Windel gerade wieder angelegt ist: kein Problem! 

Erfolg

Wurde das Geschäft erfolgreich erledigt, denken Sie unbedingt daran: Kleinkinder empfinden keinen Scham oder Ekel vor ihren Ausscheidungen. Sind sie sogar stolz darauf, warten Sie mit der Toilettenspülung einen kurzen Moment, bis Ihr Kind wieder etwas anderes, Spannenderes entdeckt hat. Andersherum gibt es natürlich auch Kinder, die nichts lieber tun, als die Spülung zu betätigen. 

Lob und Trost

Lernerfolge haben viel mit Motivation zu tun. Darum sollten Sie Ihr Kind nicht tadeln, wenn eine Sitzung mal ohne Erfolg geblieben ist. Trost und Aufmunterung sind besser. Und wenn Ihr Kind „nur“ die ersten Schritte selbst unternommen hat, ist das allemal lobenswert. Etwa wenn es sagt, dass es jetzt muss, den Topf ansteuert, die Hose runterzieht und sich setzt. Aber: Übertreiben Sie es nicht mit dem Lob. Denn der Gang auf die Toilette soll ja etwas ganz Selbstverständliches werden.

Töpfchen-Tipps

  • Beobachten Sie Geschäfts-Gewohnheiten, z.B. nach dem Aufstehen oder Essen, nutzen Sie diese, um Topf oder Toilette ins Spiel zu bringen. 
  • Setzen Sie Ihr Kind sonst nur auf die Toilette, wenn es signalisiert, dass es muss. Nur so lernt Ihr Kind den Zusammenhang zwischen Müssen, Hinsetzen und Machen. 
  • Länger als ein paar  Minuten sollte eine Sitzung nicht dauern, weil Ihr Kind den Zusammenhang sonst aus den Augen verliert. 
  • Loben Sie Ihr Kind, wenn es von selbst versucht auf die Toilette zu gehen. Loben Sie auch dann, wenn es noch nicht ganz geklappt hat. 
  • Schimpfen Sie nicht, wenn das Geschäft nicht oder nicht da stattgefunden hat, wo es sollte. Aufmuntern ist allemal besser.
  • Bequeme Kleidung ist hilfreich, z.B. eine Hose mit Gummizug, die Ihr Kind schon selbst hoch- und runterziehen kann.
  • Toilette oder Töpfchen – versuchen Sie herauszufinden, was Ihr Kind lieber mag.
  • Spielen Sie Auf-Toilette-gehen mit dem Lieblingsstofftier vor oder nehmen Sie Ihr Kind mit, wenn Sie gehen – vorausgesetzt natürlich, dass Sie das möchten. 

 

Weiterlesen

Der Babyservice Club

Genau auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Tipps, Tricks und Vorteile.

  • Briefkissen gelb BabyserviceKostenlose Babyservice Club-Präsente für Schwangere und Eltern von Babys bis zu 8 Monaten.
  • PostRegelmäßige Babyservice Club-Post per E-Mail.
  • GratisprobenGratisproben von Bübchen (zum letzten Schwangerschaftsdrittel) und Nestlé BEBA Folgemilch (zum 6. Lebensmonat).
  • AppsAllergiecheck und weitere praktische Hilfs-Tools.

Jetzt Mitglied werden!

Ähnliche Inhalte