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Betreuung

Der richtige Kindergarten: Konzepte und Ansätze

 

Vom Situationsansatz bis Montessori: Die wichtigsten Ansätze im Überblick.

Es gibt eine Vielzahl pädagogischer Konzepte. Wir möchten hier einen kurzen Überblick der wichtigsten Ansätze geben. Ausführliche Informationen finden Sie im Internet. 

Situationsansatz

Montags: Spielen. Dienstags: Basteln. Mittwochs: Singen. Der traditionelle Ansatz mit festem Wochenprogramm ist inzwischen vom Situationsansatz abgelöst. Er ist unter allen Konzepten am weitesten verbreitet.

Im Mittelpunkt steht die Alltagswelt der Kinder. Also das, was gerade um sie herum passiert. Ein Beispiel: Die ersten Äpfel fallen von den Bäumen. Was wird damit – kann man sie essen oder anders verarbeiten? Wie war das noch, als die Bäume blühten? So wird ein Apfelbaum zum Thema, das die Kinder zu genauen Beobachtungen, verantwortlichen Entscheidungen und praktischem Handeln herausfordert. Jedes Kind bringt dabei sein Wissen, seine Erfahrungen und seinen familiären und kulturellen Hintergrund ein.

Groß geschrieben wird auch das soziale Lernen. Gibt es einen Streit? Dann wird versucht, dass die Kinder selbst eine Einigung erzielen. Kurz: All das, was Kinder schon selber tun können, sollen sie auch machen.

Konfessioneller Ansatz

Auf den ersten Blick wird sich ein konfessioneller, also evangelischer oder katholischer Kindergarten, nicht sehr von einer kommunalen Einrichtung unterscheiden. Doch die Regeln und Grundsätze der jeweiligen kirchlichen Weltanschauung spielen sehr wohl eine wichtige Rolle. So werden kirchliche Feier- und Festtage begangen. Teilweise werden auch alltägliche religiöse Rituale, z.B. das Beten, praktiziert. Wie groß der religiöse Einfluss im kirchlichen Kindergarten ist, unterscheidet sich von Einrichtung zu Einrichtung.

Die Religionszugehörigkeit spielt für die Aufnahme in einen konfessionellen Kindergarten in der Regel keine Rolle. Die meisten Einrichtungen nehmen Kinder beider Konfessionen und meist auch Kinder anderer religiöser Weltanschauungen auf. 

Wald-Kindergarten

Nicht zuletzt durch das wachsende Umweltbewusstsein erfreuen sich Waldkindergärten steigender Beliebtheit. Das Konzept ist denkbar einfach: In entsprechend wetterfester Kleidung und mit Rucksäcken oder Bollerwagen sind die Kinder zu jeder Jahreszeit draußen unterwegs. Statt Gruppenräumen gibt es einfache Unterstände, Zelte oder Bauwagen, wenn das Wetter ganz schlecht sein sollte. Nur wenn akute Gefahr droht – z. B. bei Gewitter oder Sturm –wird der Wald gemieden.

Gespielt und beschäftigt wird sich mit allem, was sich im Wald finden lässt. Der Lehrplan wird sozusagen von der Natur vorgegeben. Entsprechend bestimmen jahrzeitliche Veränderungen, Pflanzen und tierische Waldbewohner die Inhalte. Außerdem bewegen sich die Kinder sehr viel, laufen auf Waldwegen, klettern auf umgefallen Bäumen und hüpfen über Gräben. Natürlich werden die Kleinen im Wald nicht sich selbst und ihren Neigungen überlassen, sondern von Erziehern pädagogisch begleitet.

Montessori-Kindergarten

Erdacht hat dieses Konzept die italienische Ärztin Maria Montessori (1820-1952). Ziel ist es, dass Kinder in größtmöglicher Selbstständigkeit eigene Entscheidungen treffen und frei die Welt erkunden. In der Praxis bedeutet das, dass die Kinder selbst und ihren individuellen Fähigkeiten entsprechend bestimmen, womit und wie lange sie sich mit etwas beschäftigen. Unterstützt wird das durch spezielle Montessori-Materialien, die Kinder auf unterschiedliche Weise ansprechen und herausfordern, indem sie z.B. Anreize zur Bewegung oder zum Experimentieren bieten.

Obwohl – oder vielleicht gerade weil – den Kindern sehr viel Selbstständigkeit abverlangt wird, geht es in Montessori Kindergärten keineswegs laut und chaotisch zu. Im Gegenteil: Zumeist ist die Atmosphäre ruhig und entspannt.

Waldorf-Kindergarten

Dieser Ansatz geht zurück auf die Lehre des Anthroposophen Rudolf Steiner (1861-1925). Die ganzheitliche und individuelle Entwicklung von Körper, Seele und Geist steht dabei im Zentrum. Dem rationalen Denken und Wissen geht die sinnliche Erfahrung der Welt voran. Im Vordergrund stehen deshalb fantasievolle und zweckfreie Spiele mit Naturmaterialien. Aber auch musische Erziehung, das Nachspielen von Alltagssituationen wie Kochen oder zum Arzt gehen sowie die Beschäftigung mit Jahreszeiten oder Festtagen stehen auf dem Programm.

Gefördert werden sollen die freie Entfaltung der seelischen und geistigen Anlagen und die Kreativität. Eine besondere Rolle spielen dabei nicht nur die Erzieher als nachahmenswertes Vorbild für die Kinder. Auch die Einbindung der Eltern ist insofern entscheidend, als dass sie hinter dem anthroposophischen Menschenbild und seinen Zielen stehen sollten.

Sonstige Angebote

Daneben gibt es viele weitere Konzepte, die auf die allgemeine oder umfassende Entwicklung eines Kindes abzielen. In zunehmendem Maße finden sich aber auch Kindergärten, die gezielt Schwerpunkte fördern. 

Sport- oder Bewegungskindergarten

Wenn Ihr Kind gerne tobt, rennt und sich viel bewegt, dann könnte ein Sport- oder Bewegungskindergarten die richtige Wahl sein. Denn hier werden motorische Fähigkeiten stärker gefördert als in anderen Einrichtungen. 

Zweisprachig Kindergarten

Kindergärten, in denen zwei Sprachen gesprochen werden, sind inzwischen recht verbreitet. Zum einen, weil es immer mehr zweisprachige Familien gibt. Zum anderen bietet ein zweisprachiger Kindergarten die Möglichkeit, einem Kind früh fremdsprachliche Förderung zukommen zu lassen. Sofern das ohne Zwang und spielerisch geschieht, ist das sicherlich kein schlechter Start in eine zunehmend globalisierte Welt.

Sprachheil-Kindergarten

Wie der Name schon vermuten lässt, werden in diesen Einrichtungen gezielt Kinder mit Schwierigkeiten bei der Sprachentwicklung gefördert. Dazu stehen den Kindern speziell ausgebildete Logopäden zur Seite. Auch für andere Kinder, die besondere Förderung benötigen, gibt es eigene Kindergärten. 

Integrativer Kindergarten

Immer öfter bieten Kindergärten auch integrative Gruppen an. Hier sind Kinder mit und ohne Behinderung zusammen. Darüber hinaus gibt es integrative Kindergärten, die auf dieses Miteinander ihren Schwerpunkt gelegt haben.

 

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