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Die neuen Väter

 

Was Väter heute anders machen.

Dienstag, 6. Oktober 2015 - 11:46

Männer sind anders. Sie spielen anders mit Kindern und zeigen ganz natürlich ihre männliche Seite. Aber wie ist es mit den „neuen Vätern“? Was hat sich geändert? Hat sich überhaupt etwas verändert? 

Neue Väter, gibt’s die eigentlich? Untersuchungen zufolge verbringen Väter nach der Geburt ihres Kindes eher mehr Zeit bei der Arbeit als davor. Wie früher schlüpfen Männer also in die Rolle des Ernährers – während die Frauen meist zu Hause bleiben und sich ums Baby kümmern. Also alles wie gehabt? Nicht ganz. 

 

Verantwortung übernehmen und sich einbringen 

Das Ergebnis rührt wohl daher, dass vielen Vätern erst nach der Geburt bewusst wird, dass sie für eine Familie sorgen müssen. Sie übernehmen Verantwortung, und das ist gut so. Gleichzeitig zeigt sich noch ein Trend. 
Immer mehr Väter wollen sich aktiv an der Erziehung beteiligen. Und das von Anfang an – nicht erst, wenn der kleine Liebling gegen den Ball treten kann oder auf dem Fahrrad strampelt. Küche und Kinderzimmer gehören für Sie dazu. 

Sind Väter die neuen Mütter? 

Väter können die Mutterrolle perfekt übernehmen. Das haben Studien mit alleinerziehenden Vätern gezeigt. Bei Elternpaaren sind es aber gerade die Unterschiede zwischen Müttern und Vätern, die wichtig sind. Die Erfahrung, dass Mama Dinge anders macht als Papa, fordert und fördert Kinder. 

Was Väter anders machen

Während Mütter dazu neigen, vorsichtig und bisweilen übervorsichtig zu sein, lassen es viele Väter beim Toben eher wild angehen. Beides ist gleich wichtig. Wenn Papa den Liebling hochwirft und wieder auffängt, gibt das Vertrauen und stärkt das Selbstbewusstsein. 

Noch etwas machen die Väter anders: Mütter machen keinen so großen Unterschied zwischen Jungs und Mädchen - Väter schon. Sie sind bei Söhnen direkter und fordernder, bei Töchtern sanfter und unterstützender. Beobachten Sie Ihr Kind und lassen Sie sich auf seine Art ein. So finden Sie heraus, wo Stärken liegen und Talente schlummern. 

Die Zeit, die ein Vater mit seinem Kind verbringt, wird oft vom Berufsleben diktiert. Meist bleiben nur einige Minuten am Morgen, die Abendstunden und die Wochenenden. Wenn Sie mit Ihrem Kind spielen, dann richtig. Denn mit Papa zu spielen und zu toben ist für jedes Kind etwas ganz Besonderes.

Team-Tipps für Eltern:

Mütter und Väter sind verschieden. Sie beide brauchen Zeit, ihre Rolle zu finden. Nicht immer geht das ganz reibungslos. Wichtig ist, dass Sie ein Team bleiben. 

• Mamas fühlen sich manchmal etwas abgemeldet, wenn ihr kleiner Liebling plötzlich dem Papa begeistert die ganze Aufmerksamkeit schenkt. Kleine Anflüge von Eifersucht sind verständlich – sollten aber Papas Engagement nicht dämpfen. 

• Nicht nur der kleine Wonneproppen, auch die Partnerin wünscht sich Aufmerksamkeit. Unterstützung und Anerkennung sind wichtig. Denken Sie mit. Achten Sie z. B. bei Ausflügen selbst darauf, dass Sie alles Nötige dabei haben –und überlassen Sie das nicht der Partnerin.

• Eltern haben manchmal unterschiedliche Auffassungen. Da lassen sich Konflikte nicht immer vermeiden. Versuchen Sie, Konflikte gleich beizulegen, und schleppen Sie sie nicht mit sich herum. 

• Diskutieren Sie Meinungsverschiedenheit aus – aber möglichst nicht lautstark vor Ihrem Baby. Ihr Kind spürt die Unstimmigkeiten genau, kann sie aber nicht einschätzen.

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