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Der Mutterpass

 

Ab jetzt dein wichtigstes Dokument und am besten immer dabei

Lage des Kindes, Gewicht, Größe – im Mutterpass hält dein Arzt alle wichtigen Daten über die Entwicklung des Babys in der Schwangerschaft fest.

Mit den Angaben im Mutterpass kann der Arzt prüfen, ob dein Kleines gesund größer wird. Am besten trägst du den Pass immer bei dir. So kannst du im Notfall gezielter versorgt werden.

 

Was genau steht im Pass?

Seite 2/3 - serologische Untersuchungen

Hierzu zählen Bluttests oder Abstriche. Sie werden durchgeführt, sobald feststeht, dass du schwanger bist. Einige werden im Laufe der Schwangerschaft wiederholt oder erst später vorgenommen.

Unter anderem wird dabei deine Blutgruppe ermittelt, ob du ausreichend gegen Röteln geschützt bist und nicht an bestimmten Infektionskrankheiten leidst, die dem Baby schaden könnten. So wird sichergestellt, dass es deinem Kind und auch dir gut geht.

 

Seite 4 - Vorangegangene Schwangerschaften

Im Mutterpass stehen alle wichtigen Infos rund um deinen Bauch. Auch zu vorangegangenen Schwangerschaften, z. B. wie die Geburt verlief oder ob es bereits eine Abtreibung oder eine Fehlgeburt gab. Schwierigkeiten werden so nach Möglichkeit vermieden.

 

Seite 5 - Anamnese und allgemeine Befunde (Katalog A.)

Mit einem 26 Punkte Fragenkatalog verschafft sich dein Arzt hier einen Überblick über deine Krankengeschichte. Nur keine Sorge wenn ein "Schwangerschaftsrisiko" vermerkt wird. Im Gegenteil: Dein Arzt kontrolliert deine Schwangerschaft dann noch genauer. Wenn du Zwillinge erwartest oder älter als 33 Jahre bist, wird das schon als Risiko eingestuft. Ein Problem ist es aber nicht.

Auch der voraussichtliche Geburtstermin wird hier vermerkt. Die Kinder kommen aber oft erst etwas später zur Welt.

 

Seite 6 - Besondere Befunde (Katalog B.)

Während der gesamten Schwangerschaft wird dein Befinden beobachtet. Neben medizinischen Überprüfungen zählt dazu auch, ob du besonderen psychischen und physischen Belastungen ausgesetzt bist. Dein Arzt berät dich z. B. auch was deine Ernährung oder dein Beruf betrifft. Sogar das wird hier vermerkt.

 

Seite 7/8 - Gravidogramm

Hier trägt dein Arzt die Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen bis zur Geburt ein, um zu sehen, ob alles nach Plan verläuft. Dabei werden Daten von dir (Gewicht, Blutdruck oder Laborergebnisse) und von deinem Baby dokumentiert.

Für Nicht-Mediziner ist vieles davon nicht gleich zu verstehen. Frage ruhig nach, wenn dir etwas unklar ist.

 

Seite 9 - Besonderheiten/Cardiotokographische Befunde

Hier stehen Besonderheiten und Ergänzungen zu den zu den Katalogen A. und B., z. B. Befunde zusätzlicher Untersuchen im Rahmen der Pränataldiagnostik. Die werden aber nur durchgeführt, wenn besondere Risiken bestehen.

Es werden auch Auffälligkeiten bei Messungen mit dem Herzton-Wehen-Schreiber (Cardiotokograph, CTG) festgehalten. Dieses Ultraschall-Gerät zeichnet die Herztätigkeit des Kindes oder Wehenbereitschaft auf. Es gehört inzwischen häufig auch zur Vorsorgeroutine und wird etwa ab der 30. Woche durchgeführt.

 

Seite 10-13 - Ultraschalluntersuchungen

Durch Ultraschalluntersuchungen kann dein Arzt feststellen, ob sich dein Kind gesund entwickelt. Drei Termine sind dafür vorgesehen, die von der Krankenkasse bezahlt werden. Da es kein Risiko für das Baby birgt, können auch weitere Untersuchungen durchgeführt werden.

Beim ersten Ultraschall (9. - 12. Woche) erkennt dein Arzt, ob sich der Embryo richtig in der Gebärmutter eingenistet hat. Beim Zweiten (19. - 22. Woche) kann er Fehlbildungen feststellen. Bei der letzten Untersuchung (29. - 32 Woche) wird die gesunde Entwicklung deines Kindes überprüft. Herzaktivität, Wachstum und Lage wird bei allen Ultraschalls kontrolliert.

 

Seite 14 - Wachstumsverlauf

In den Normkurven wird das Wachstum deines Babys genau festgehalten. Damit wird sein Entwicklungsstand kontrolliert und der Geburtstermin präziser ermittelt.
Die Normkurven sind mit Kürzeln bezeichnet. SSL bedeutet Scheitel-Steiß-Länge, BPD steht für den Querdurchmesser des Babykopfes und ATD für den Querdurchmesser seines Bauches.

 

Seite 15 - Abschlussuntersuchung (Epikrise)

Auch Geburt und Wochenbett werden dokumentiert und die Ergebnisse in der Abschlussuntersuchung notiert. Z. B. wie dein Baby entbunden wurde. Es werden Tests durchgeführt, z. B. der Apgar-Test. Er zeigt, ob dein Kind die Entbindung gut überstanden hat.

Es ist also alles gar nicht so geheimnisvoll. Frage einfach immer, wenn du etwas wissen möchtest. Und notiere zwischen den Arztbesuchen alles Ungewöhnliche, damit du deinem Arzt beim nächsten Termin darauf ansprechen kannst.

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