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Kuscheln und Kangarooing

 

Körperkontakt mit Mama und Papa stärkt Frühchen

Nach der Geburt möchten Eltern ihr Baby am liebsten direkt in die Arme schließen und gar nicht mehr loslassen. Gerade in den ersten Wochen ist das Baby ganz nah bei Mama und Papa – und es wird ganz viel gekuschelt. Doch was, wenn das Baby zu früh auf die Welt gekommen ist? Dann sind die ersten Tage und Wochen oft gar nicht so, wie man es sich vorher immer gewünscht hat. Denn Frühgeborene können oftmals eben nicht gleich mit nach Hause, sondern müssen unter besonderer Behandlung und Beobachtung auf einer Intensiv- oder Frühchenstation bleiben.
 

Geborgenheit und Nähe Besonders

bei Frühgeborenen wird daher eine Methode empfohlen, die sich „Kangarooing“ nennt: Ähnlich wie Kängurus ihre Babys noch Monate nach der Geburt in ihrem Beutel tragen, wird das Baby dabei regelmäßig auf die nackte Brust gelegt und zugedeckt. Diese Nähe ist für Frühchen besonders wichtig, da sie durch die Inkubatoren oft nicht so viel Zeit mit Mama und Papa verbringen können. Je nachdem, wie Eltern und Nachwuchs sich fühlen, können mehrere Stunden täglich mit Kangarooing verbracht werden. Vor allem zu Beginn können Krankenschwestern beim Umgang mit den Schläuchen und dem Inkubator helfen.

 

Kangarooing fördert alle Sinne

Durch den direkten Kontakt zwischen dem Baby und seinen Eltern spürt das Frühgeborene die Wärme, hört die Stimme, riecht den Körpergeruch und spürt den Herzschlag. Dadurch werden viele verschiedene Sinne angesprochen. Das wirkt sich positiv auf die Entwicklung des Kleinen aus. Es wurde sogar beobachtet, dass Frühgeborene bei regelmäßigem Kangarooing schneller an Gewicht zunehmen. Das ist vor allem bei den Frühgeborenen ein ganz besonderer Erfolg!

Entwickelt wurde die Methode in Südamerika: Hier sind Inkubatoren leider nur selten verfügbar und daher das Kangarooing sehr wichtig, damit Frühchen Wärme erhalten. In Deutschland haben wir zwar meistens Zugang zu Inkubatoren, aber die beobachteten positiven Effekte des Kangarooings können auch bei uns die Entwicklung des Babys unterstützen.
 

Kleine Tipps:

  • Nicht nur Mamas können Kangarooing, auch der Papa, oder andere vertraute Familienmitglieder – das kann ganz individuell entschieden werden.
  • Für das Kleine ist es beruhigend, möglichst früh mit verlässlichen Rhythmen vertraut zu werden. In Absprache mit der Krankenschwester soll daher am besten eine kleine Routine aufgebaut werden.
     

Quelle: Bindung und Pflege von Frühgeborenen – Ein Ratgeber für Eltern und Betroffene der EFCNI (2019)

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