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Wissenswertes über den Kaiserschnitt

 

Die wichtigsten Fakten und Informationen im Überblick.

Dienstag, 17. November 2015 - 17:12

Beim Kaiserschnitt läuft normalerweise alles schnell und ohne Komplikationen ab. Aber wie bei jeder OP gibt es auch hier ein paar Risiken. Wir haben die wesentlichen Fakten für Sie zusammengestellt.

Wenn Sie davon ausgehen, Ihr Baby per Kaiserschnitt zu bekommen, hier eine beruhigende Nachricht vorab: Das Verfahren ist dank medizinischer Fortschritte fortlaufend verbessert worden und bietet größtmögliche Sicherheit für Sie und Ihr Kind. Natürlich können auch hier nicht alle Gefahren völlig ausgeschlossen werden.

 

Risiken fürs Baby

• Kaiserschnittbabys können anfangs häufiger Probleme mit der Atmung haben, weil sich noch Flüssigkeit in den Lungen befinden kann. Beim natürlichen Geburtsvorgang wird diese aus der Lunge herausgepresst.
• Kinder, deren Mütter eine Vollnarkose bekommen haben, reagieren gelegentlich mit Schläfrigkeit oder verzögerten Atmungsbeginn.
• Kaiserschnittbabys kommen mit einem sterilen Darm zur Welt, während vaginal geborene Babys im Geburtskanal gute Bakterien der Mutter schlucken. Deshalb braucht das Kaiserschnittbaby länger, um eine Schutzflora für effektiven Immunschutz aufzubauen.

Risiken für die Mutter

• Nach dem Kaiserschnitt besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Es ist wahrscheinlich, dass Sie im Wochenbett Medikamente einnehmen müssen.
• Trotz aller Vorsicht kann es während der Operation zu Verletzungen an Blase, Darm oder Blutgefäßen kommen. Mögliche Folgen sind Narbenbildung und Verwachsungen.
• Wenn die Wundnähte schlecht verheilen, können sich schmerzende und ästhetisch störende Narben bilden.
• Bei Allergien auf Medikamente können Reaktionen wie Übelkeit oder Hautausschläge auftreten.
• Wie bei jeder Operation erhöhen die unvermeidliche Verletzung von Blutgefäßen und die anschließende Bettruhe das Thromboserisiko.
• Ein Kaiserschnitt kann Folgen für spätere Schwangerschaften und Geburten haben. Die Meinung „einmal Kaiserschnitt – immer Kaiserschnitt“ können Sie aber getrost außer Acht lassen.

Operation und Narkose

• Die am häufigsten durchgeführten Betäubungen während des Kaiserschnittes sind die Periduralanästhesie (PDA) oder die Spinalanästhesie (Spinale). Das sind örtliche, in der Regel komplikationsarme und effektive Methoden zur Schmerzbetäubung. Damit können Sie auch Ihr Baby bewusst begrüßen – und den ersten, wichtigen Körperkontakt (Bonding) erleben.
• Neben dem heute üblichen Bauchschnitt (sog. „Bikini-Schnitt“) gibt es eine neue Operationsmethode nach Misgav-Ladach, die als „sanfter” Kaiserschnitt bezeichnet wird. Dabei wird die Haut eher gerissen und nur wenig geschnitten. Das klingt unangenehm, heilt aber besser, und Sie sind schneller wieder fit. Die Methode ist aber nur bei der ersten Entbindung möglich.

Wohlfühlkleidung mit ins Krankenhaus nehmen. Nach der OP können z. B. zu enge Slips an der Narbe schmerzen. Oberteile zum Aufknöpfen sind sehr praktisch. Sie erleichtern das Stillen und müssen nicht ausgezogen werden, um die Brust freizumachen.

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