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Zartes Leben: Frühchen

 

Geborgenheit und Nähe sind das Wichtigste.

Besondere Betreuung, Nähe und viel Wärme brauchen die kleinen Frühchen. Erstaunlich früh können Eltern den liebevollen Kontakt zu ihren zarten Babys knüpfen. 

Babys, die vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen, gelten als Frühgeborene. Sie sind kleiner und leichter, und ihre Organe sind teilweise noch nicht voll entwickelt.

 

Gut versorgt

Beruhigend zu wissen, dass die Medizin hierzulande die beste Versorgung von Frühchen bietet. Da in Deutschland fast jedes zehnte Kind früher geboren wird, ist man auf den Frühgeborenen-Stationen entsprechend gut geschult und eingerichtet. Dort ist dein Baby in allerbesten Händen und bekommt genau die umfassende, intensive Betreuung und Pflege, die es nach einer Frühgeburt braucht. 

 

Das „Känguruhen“

Das so genannte „Känguru-Prinzip“ stammt ursprünglich aus Südamerika: Mangels Brutkästen legte man Frühgeborene auf die nackte Brust der Mutter oder des Vaters. Studien bestätigen, dass diese Methode die gesunde Entwicklung von Babys fördert. Mittlerweile wird das „Känguruhen“ weltweit auf vielen Neugeborenen-Stationen praktiziert.

Auch für die Eltern ist der frühe Körperkontakt ein wichtiges Erlebnis. Sie können ihrem Baby trotz medizinischer Technik sehr viel Zärtlichkeit geben und es intensiv spüren.

 

Die wichtige Zeit für erste Zärtlichkeit

Auch wenn dein Baby noch zart ist, braucht es den innigen Kontakt zu dir. Denn natürlich nehmen auch früh geborene Babys Stimmen, Geräusche und Berührungen wahr.

Je intensiver dein Baby von Anfang an spürt, dass du da bist, desto geborgener fühlt es sich. Damit förderst du maßgeblich seine Entwicklung. Genieße die Nähe deines Kindes, beobachte seine Reaktionen und kleinen Fortschritte.

 

Wann geht’s nach Hause?

Zwischen sechs Tagen und sechs Monaten Krankenhausaufenthalt ist alles drin. Maßstab ist, dass bestimmte medizinische Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu zählt beispielsweise, dass dein Baby seine Körpertemperatur selbst regulieren kann und dass Atmung und Kreislauf ausreichend stabil sind. 

Natürlich sollten auch die Eltern genug Wissen und Sicherheit in der Betreuung haben. Aber du wirst sehen: Ganz schnell verstehst du intuitiv die Bedürfnisse deines kleinen Schatzes und führst viele Handgriffe wie selbstverständlich aus. Und von Tag zu Tag wirst du das Zusammenleben mehr und mehr genießen!

 

So bist du bestens auf dein Baby eingerichtet

Checkliste:

  • Sind Schlafplatz, Wickelplatz und Bademöglichkeit vorbereitet? Am günstigsten ist eine Wiege oder ein eigenes Bettchen im Elternschlafzimmer.
  • Steht dir eine Stillberaterin/Hebamme zur Seite?
  • Bekommt dein Kind noch Medikamente? Stehen diese ausreichend zur Verfügung und weißt du alles über die Einnahme?
  • Steht ein Kinderarzt zur Verfügung und ist er über mögliche Besonderheiten informiert?
  • Ist die ständige Betreuung deines Kindes zu Hause gesichert?
  • Sind alle wichtigen Telefonnummern für einen etwaigen Notfall sofort zur Hand?

 

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