Sorry, you need to enable JavaScript to visit this website.
Suche
Noch kein Mitglied? Hier registrieren
Teile diesen Artikel
X

Fragen und Antworten zum Thema Kaiserschnitt

 

Risiken, erste Bindung, Gesundheit - zum Kaiserschnitt gibt es viele Fragen.

Dienstag, 17. November 2015 - 17:10

Wenn Sie sich für einen Kaiserschnitt entschieden haben, gehen Ihnen bestimmt eine Menge Fragen im Kopf herum. Auf die Häufigsten davon haben wir hier Antworten erfahrener Experten zusammengestellt.

Warum heißt es eigentlich „Kaiserschnitt“?

Die Herkunft des Begriffs ist nicht eindeutig geklärt. Der römische Diktator Julius Caesar soll angeblich aus dem Leib seiner Mutter „geschnitten“ worden sein. Das lateinische Verb „caedere“ bedeutet u. a. „schneiden“. Vom Namen „Caesar“ leitet sich das deutsche Wort „Kaiser“ ab, das zum Synonym der operativen Geburtshilfe wurde.

 

Wie häufig entbinden Frauen per Kaiserschnitt und warum?

In Deutschland wurde im Jahr 2010 laut statistischem Bundesamt jedes dritte Baby per Kaiserschnitt geboren. Doppelt so viele wie 20 Jahre zuvor. Dieser Anstieg hat folgende Gründe:

• Immer mehr Eltern entscheiden sich bewusst für einen Kaiserschnitt.
• Verbesserte Anästhesie- und Operationsmethoden geben Sicherheit.
• Breitere Verfügbarkeit von Antibiotika und Bluttransfusionen haben Risiken des Eingriffs minimiert.
• Mütter, die einmal einen Kaiserschnitt hatten, entscheiden sich oft auch bei folgenden Schwangerschaften wieder dafür.

Was ist der Unterschied zwischen primärem und sekundärem Kaiserschnitt?

Der primäre Kaiserschnitt wird geplant, bevor die Geburt begonnen hat. Also vor Blasensprung und Wehen. Auch der Wunschkaiserschnitt ist ein primärer.

Aus medizinischer Sicht gibt es absolute und relative Indikationen für einen primären Kaiserschnitt:

• Er ist unausweichlich, wenn das Leben von Mutter oder Kind durch eine natürliche Geburt in Gefahr geraten würde.
• Eine relative Indikation liegt z. B. bei einer ungünstigen Lage des Kindes im Mutterleib vor. Der Kaiserschnitt wird dann häufig angeraten.

Die Entscheidung zu einem sekundären Kaiserschnitt fällt erst nach Beginn der Geburt. Das heißt, die Wehen haben eingesetzt oder die Fruchtblase ist gesprungen. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe wie:

• Geburtsstillstand durch mangelnde Drehung des Babykopfes
• nachlassende Herztöne des Babys
• drohender Sauerstoffmangel beim Baby

Ist der Kaiserschnitt weniger schmerzhaft als eine natürliche Geburt?

Der Kaiserschnitt wird üblicherweise mit einer örtlichen Betäubung durchgeführt, so dass die Operation keine Schmerzen verursacht. Danach müssen Sie allerdings mit Wundschmerzen rechnen, die Ihnen in den ersten Wochen nach der Geburt zu schaffen machen können. Die natürliche Geburt ist mit Schmerzen während des Geburtsprozesses verbunden. Die sind allerdings nach der Geburt meist sehr schnell vergessen.

Was versteht man unter einem „sanften“ Kaiserschnitt?

Neben dem üblichen Bauchschnitt (auch „Bikini-Schnitt“ genannt) gibt es die so genannte Misgav-Ladach-Methode, die als „sanfter” Kaiserschnitt bezeichnet wird. Dabei wird das Muskelgewebe an nur wenigen Stellen geschnitten. Stattdessen werden Bauchdecke und Gebärmutter durch Dehnen und Reißen des Gewebes geöffnet. Das klingt unangenehm, die Operationswunde heilt aber schneller und es kommt seltener zu Komplikationen.

Ist Stillen für Kaiserschnittbabys besonders wichtig?

Babys, die auf natürlichem Weg geboren werden, schlucken im Geburtskanal die guten Bakterien der Mutter. Die siedeln sich im Darm des Babys an und unterstützen den Aufbau einer gesunden Darmflora, die für die Entwicklung des Immunsystems wichtig ist.

Einem Baby, das per Kaiserschnitt auf die Welt kommt, fehlt der Kontakt mit den guten mütterlichen Bifidusbakterien im Geburtskanal und damit die „Starterkultur“ für eine Bifidus-Flora.

Der Aufbau einer Schutzflora über die Ernährung ist daher besonders wichtig. Muttermilch ist hier die beste Nahrung, da sie den Darm mit gesunden Bakterien versorgt. Auch nach dem Stillen ist der weitere Ausbau der Darmflora immer noch sehr wichtig.

Wie lange sollte man nach dem Kaiserschnitt bis zur nächsten Schwangerschaft warten?

Experten empfehlen, mindestens ein Jahr zu warten. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt, wenn Sie schon bald nach der Geburt wieder schwanger werden wollen. Denn wenn Sie sich gut fühlen und aus medizinischer Sicht nichts dagegen spricht, können Sie Ihre Familienplanung nach Wunsch umsetzen.

Ist eine natürliche Geburt nach einem Kaiserschnitt noch möglich?

Neue Operationsmethoden und der allgemeine medizinische Fortschritt machen es möglich, das zweite Kind auf natürlichem Weg zur Welt zu bringen. Die Wahrscheinlichkeit, dass auf einen Kaiserschnitt ein zweiter folgt, ist allerdings nach wie vor recht hoch. Meist wird beim zweiten Mal die bereits bestehende Narbe wieder geöffnet, damit es bei einer einzigen Narbe bleibt.

Ab wann darf man nach dem Kaiserschnitt wieder Sport treiben?

Das wichtigste Training nach der Geburt ist die Beckenbodengymnastik – auch beim Kaiserschnitt. Beginnen Sie mit den Übungen, sobald Sie dabei keine Schmerzen mehr haben. Mit anderen Sportarten sollten Sie mindestens drei bis vier Monate warten und Ihren Arzt oder die Hebamme um Rat fragen. Die Hauptgefahr besteht übrigens nicht darin, dass die Narbe aufgeht, sondern in so genannten Mikrofissuren: Winzige innere Verletzungen die zu äußerst schmerzhaften Verwachsungen an der Gebärmutter führen können.

Weiterlesen

Der Babyservice Club

Genau auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Tipps, Tricks und Vorteile.

  • Briefkissen gelb BabyserviceKostenlose Babyservice Club-Präsente für Schwangere und Eltern von Babys bis zu 8 Monaten.
  • PostRegelmäßige Babyservice Club-Post per E-Mail.
  • GratisprobenGratisproben von Bübchen (zum letzten Schwangerschaftsdrittel) und Nestlé BEBA Folgemilch (zum 6. Lebensmonat).
  • AppsAllergiecheck und weitere praktische Hilfs-Tools.

Jetzt Mitglied werden!

Ähnliche Inhalte