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Das erste Fläschchen

 

Sauger, nein danke? Tipps und Tricks für die Umstellung 

Dienstag, 17. November 2015 - 15:13

Vielleicht schmeckt Ihrem kleinen Schatz die neue Milchquelle nicht auf Anhieb. Geduld, Ausdauer und ein paar Tricks helfen weiter.

Es kann Ihr Baby natürlich ein bisschen irritieren, wenn nach Wochen oder Monaten ausschließlichen Stillens plötzlich das Milchfläschchen ansteht. Doch ähnlich wie zum Beginn des Stillens meistern Sie mit etwas Geduld auch diese Herausforderung.

 

Andere Saugtechnik

Beim Stillen öffnet das Baby den Mund weit, um die Brustwarze auf Höhe des weichen Gaumens zu positionieren. Mit seinen Kiefern drückt es unter den Warzenhof, während seine Zunge den Warzenhof und dann die Brustwarze platt drückt und lang zieht. Das Saugen an der Flasche ist mit diesem aktiven Prozess in keiner Weise vergleichbar. Der Sauger ist viel härter und steifer und lässt sich ohne Mühe in den Mund einführen. Die Milch läuft von allein und das Baby muss weder seine Zunge noch seine Kiefer einsetzen.

 

Gemütlich abstillen

Wichtig ist, dass Sie sich beim Abstillen ein wenig Zeit lassen – wenn es möglich ist. Beginnen Sie am besten damit, die Mittagsmahlzeit durch ein Milchfläschchen oder eine Gemüsemahlzeit zu ersetzen. Anschließend kann dann jede Woche eine weitere Still-Mahlzeit durch eine Flaschennahrung oder eine Beikostmahlzeit ersetzt werden.

 

Der Abwechslungs-Trick

Wenn Ihr Baby das Fläschchen während des Abstillens ablehnt, hilft vielleicht schon ein wenig Abwechslung: Lassen Sie einfach mal Papa oder die Großeltern die Fütterung übernehmen. Und manchmal gibt es auch eine Alternative zum Fläschchen. Wenn Ihr Kind schon etwas größer ist und gerne aus einer Trinklerntasse oder einem Becher trinkt, gibt es keinen Grund, auf das Fläschchen zu bestehen.

 

Die richtigen Handgriffe

Machen Sie es sich an einem ruhigen Ort bequem.

  • Binden Sie das Lätzchen um, schütteln Sie das Fläschchen und überprüfen Sie die Temperatur der Milch, indem Sie einen Tropfen auf die Innenseite Ihres Handgelenks geben.
  • Stützen Sie den Nacken des Kindes in der Armbeuge und Ihren Arm auf einer Lehne ab.
  • Neigen Sie das Fläschchen so, dass der Sauger vollständig mit Milch gefüllt ist, damit das Baby so wenig Luft wie möglich schluckt.
  • Dass Ihr Baby richtig trinkt, können Sie daran erkennen, dass sich kleine Luftbläschen an der Fläschchenwand bilden.
  • Genauso wichtig wie nach dem Stillen: Setzen Sie das Baby nach der Mahlzeit auf, damit es sein Bäuerchen machen kann.

 

Wichtiger Hinweis

Stillen ist das Beste für Ihr Baby. Denn Muttermilch ist ideal zusammengesetzt, verhilft zu einem guten Schutz vor Infektionen sowie Allergien und fördert zugleich die Mutter-Kind-Beziehung. Darüber hinaus ist Stillen die preiswerteste Art der Ernährung. Je früher und häufiger Sie Ihr Baby anlegen, desto eher kommt der Milchfluss in Gang. Eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft und nach der Entbindung begünstigt das Stillen.

Die Entscheidung, nicht zu stillen, kann nur schwer rückgängig gemacht werden und das Zufüttern von Säuglingsnahrung kann den Stillerfolg beeinträchtigen. Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Hebamme, wenn Sie eine Säuglingsnahrung verwenden wollen.

Eine unsachgemäße Zubereitung von Säuglingsnahrung, eine Verwendung von nicht als Säuglingsnahrung geeigneten Lebensmitteln oder eine unangemessene Ernährung kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Bitte beachten Sie deshalb sorgfältig die Hinweise und Zubereitungsanleitungen auf den Packungen.

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