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Die Familie einbeziehen 

Eltern, Geschwister, gute Freunde: Alle können einbezogen werden. Denn Sie stehen mit der Verantwortung nicht alleine da. Eine Familie zu haben heißt, es gemeinsam zu schaffen.

Je nach Situation, in der die werdende Mutter sich befindet, kann die Reaktion ihrer Eltern ganz unterschiedlich ausfallen: Von pikiertem Schweigen bis hin zu unbändiger Freude kann alles dabei sein, wenn die frohe Botschaft verkündet wird. Denn so manche werdende Oma findet sich selbst noch so gar nicht großmütterlich und der eine oder andere Opa hätte es lieber, wenn die Tochter zuerst ein Haus bauen würde. Andere wiederum eilen sofort los und kaufen eine Sandkiste – man will ja schließlich vorbereitet sein. Zumeist aber überwiegt eine stille, manchmal etwas ungläubige Freude über das Enkelkind.

Vertrautheit genießen

Gerade zwischen Mutter und Tochter kann in der Zeit der Schwangerschaft eine neue Vertrautheit entstehen. „Wie war das denn eigentlich bei dir, Mama“, auf diesen Satz warten viele Mütter, ohne es zu wissen. Es ist eines der letzten reinen Frauenthemen, die noch geblieben sind. Nutzen Sie die Gelegenheit, zu Ihrer Mutter, vielleicht aber auch zu einer netten Schwiegermutter oder großen Schwester eine tiefe Verbundenheit aufzubauen. Sie profitieren davon: Nicht nur durch die emotionale Nähe, die dabei entstehen kann, sondern auch durch viele praktische Tipps, die man ganz nebenbei einsammeln kann.

Natürlich: Diese Tipps können einem auch auf die Nerven gehen – wenn sie zu viel werden oder gar zu schulmeisterlich daher kommen. Aber darüber können Sie stehen. Lassen Sie sich nicht zu sehr hineinreden und ignorieren Sie unwillkommene Weisheiten einfach ohne große Diskussion. Denn ganz sicher machen frühere Generationen vieles anders als Sie heute. Suchen Sie sich das Beste heraus und lassen Sie den Rest unbeachtet.

Verständnis für einander

Manche Eltern brauchen etwas Zeit, um in die neue Rolle hinein zu finden. Bitte seien Sie nicht enttäuscht, wenn Ihre Eltern nicht gleich in Begeisterung ausbrechen. Versetzen Sie sich einmal in ihre Situation: Ihre Tochter – oder auch der Sohn – bekommt ein Baby. Das ist für Eltern ein ganz eindeutiges Zeichen dafür, dass ihr Kind tatsächlich erwachsen ist. Dass es ein eigenes Leben führt, eigenständig ist, sich einen Partner gewählt hat. Und am Ende sogar Sex hatte. Gerade für Väter, die in ihrer erwachsenen Tochter noch immer die kleine Prinzessin im rosa Kleid sehen, kann das ein Schock sein. Sie brauchen ein bisschen, bis sie ihre Liebe auf dieses ungeborene kleine Wesen ausdehnen können.

Diese Einschränkung gilt übrigens auch für Ihre guten Freunde, die Ihnen vielleicht genau so nahe stehen wie Ihre Verwandten: Nicht alle können sich spontan über die Veränderung in Ihrem Leben freuen, denn für sie ändert sich jetzt einiges. Auch sie brauchen etwas Zeit, um sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass das Mitglied der „coolen Gang“ nun mit Kinderwagen in die Kneipe kommen wird. Dann aber stürzen sie sich oft begeistert mit ins Abenteuer Familie und können zu wichtigen Bezugspersonen für ihr Kleines werden.

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Gemeinsam wachsen

Ein Kind zu haben, ist eine große Verantwortung - auf Sie kommen nun viele neue Pflichten zu. Diese können Sie schon jetzt gut teilen. Nicht nur mit Ihrem Partner, sondern auch mit den jeweiligen Eltern und Geschwistern. Lehnen Sie angebotene Hilfe nicht gleich ab, auch wenn es Ihnen vielleicht seltsam erscheinen mag, dass der Schwiegervater plötzlich Ihr Treppenhaus putzt oder Ihr Bruder ihre Einkäufe hochschleppt. Lassen Sie sie machen. Und lassen Sie Ihre Eltern ruhig den Kinderwagen bezahlen, wenn sie das gerne möchten. Gut, Sie könnten ihn vielleicht problemlos selber zahlen, aber viele Großeltern wissen nicht so recht, wie sie ihre Freude sonst mitteilen können, wenn nicht mit nützlichen Geschenken. Suchen Sie zusammen aus, das macht Spaß und schweißt zusammen. Und wenn Tante Gisela eine scheußliche Babydecke gehäkelt hat, packen Sie das Ding in den Schrank und freuen Sie sich über die Geste. Denn es kommt nicht auf das Geschenk an sich an, sondern auf den Gedanken, der dahinter stand.

Ämterverteilung

Auch wenn Sie Ihr Kind nicht christlich taufen lassen wollen, ist es schön, wenn es Paten hat. Denn die fühlen sich oft mit einem Patenkind besonders verbunden und stehen auch später noch als Ansprechpartner bereit. Das ist gerade für Jugendliche etwas anderes, als sich immer nur mit den Eltern austauschen zu müssen. Sie erinnern sich vielleicht: Einiges will man einfach nicht mit Mama oder Papa besprechen. Natürlich ist die Auswahl der Paten nicht ganz leicht und kann sogar zu Eifersüchteleien unter den Verwandten führen. Aber Sie müssen sich bei Ihrer Wahl nicht auf die Familie beschränken – vielleicht haben Sie ja auch gute Freunde, die für diese Ehrenposten besser geeignet sind. Das nimmt der Familie den Wind aus den Segeln und alle sind zufrieden.

Einige wichtige Kriterien gibt es jedoch für die Auswahl der Paten: Zuverlässig sollten sie sein, kinderlieb natürlich und ausdauernd. Denn wenn sie nur Spaß an ihrem Amt haben, so lange das Kind Windeln trägt und herumgetragen wird, sind sie die Falschen. Die Richtigen finden Sie aber sicher auch in Ihrem Bekanntenkreis.