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Pränataldiagnostik 

Ist unser Baby gesund? Um das festzustellen, genügt bei den meisten Frauen in der Schwangerschaft ein regelmäßiger Besuch der Vorsorgeuntersuchungen. Schließlich werden 97 % aller Babys gesund geboren. Nur bei 3 % treten genetisch bedingte Erkrankungen oder Fehlbildungen auf. Um diese festzustellen, können spezielle vorgeburtliche Untersuchungen (Pränataldiagnostik) vorgenommen werden. Denn es gibt Schwangerschaften, die im Hinblick auf genetische Besonderheiten ein Risiko bergen (s. Kasten).

Für die Pränataldiagnostik gibt es spezielle genetische Beratungsstellen, die in diesen Fällen kompetente Unterstützung bieten. Sie sind in den meisten großen Städten zu finden, oft angeschlossen an Universitäten oder große Kliniken. An wen Sie sich wenden müssten, weiß Ihr Gynäkologe. Am besten sprechen Sie auch zuerst mit ihm darüber. Trotzdem ist es für die werdenden Mütter bzw. Eltern oft schwierig zu entscheiden, ob sie diese Untersuchungen vornehmen lassen sollen.

Was vorher bedacht werden sollte

Vorgeburtliche Untersuchungen können eine bestimmte Sicherheit geben, aber oft nicht die letzte Gewissheit. Denn trotz des medizinischen Fortschrittes lassen sich via Pränataldiagnostik nur 3 % bis 4 % aller Erkrankungen bereits vor der Geburt feststellen. 30 % bis 40 % zeigen sich innerhalb der ersten Lebensmonate und der überwiegende Teil erst im Laufe des Lebens.

Ein weiterer Punkt: Bei dem weitaus größten Teil der Untersuchungen in der Schwangerschaft geht zwar alles gut. Ganz auszuschließen ist das Risiko einer Fehlgeburt jedoch nicht.

Mögliche Konsequenzen

Zudem muss unter Umständen mit einem wenig erfreulichen Ergebnis gerechnet werden. Die Frage ist: Was dann? Das Kind trotzdem austragen oder einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen? Wo zieht man da die Grenze? Gerade hinsichtlich möglicher Konsequenzen ist eine intensive ärztliche und soziale Beratung unbedingt nötig. Nur auf dieser Basis lässt sich eine Entscheidung treffen.

Pränataldiagnostik
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Genetische Beratung

Das Wichtigste ist also zunächst ein ausführliches Gespräch mit den Spezialisten der genetischen Beratung.

Oft können sie schon aus den Berichten über die Familiengeschichte die Wahrscheinlichkeit einer möglichen Besonderheit bestimmen. Das gibt nicht nur werdenden Eltern Sicherheit, sondern kann bereits manche Untersuchung überflüssig machen. In einigen Fällen wird jedoch auch dazu geraten.

Bei wem sind besondere Untersuchungen angeraten?
  • Frauen, die über 35 Jahre alt sind
  • Werdenden Eltern, die bereits ein erkranktes Kind haben
  • Frauen, die bereits Fehlgeburten hinter sich haben, deren Ursachen nicht geklärt werden konnten
  • Familien, in denen Erbkrankheiten vorliegen
  • Familien, in denen vermehrt Fehlbildungen aufgetreten sind