Ich bin im
Monat

Erster Arztbesuch 

Ihr erster Arztbesuch als Schwangere: Für Sie sicher ganz schön spannend. Für Ihren Arzt hingegen nicht so sehr - er weiß genau, was nun wichtig ist. Was alles untersucht wird und warum Ihr Arzt sich viel für Sie Zeit nehmen sollte, erfahren Sie hier.

Gehören Sie auch zu den Leuten, die sich um Arztbesuche herumdrücken und erst gehen, wenn Ihnen ernstlich etwas fehlt? Nun, damit sind Sie nicht allein. Wahrscheinlich geht kaum jemand wirklich gerne zum Arzt. Doch jetzt sollten Sie sich regelmäßig untersuchen lassen. Denn als Schwangere tragen Sie die Verantwortung für zwei. Ihr Arzt ist dabei ein wichtiger Partner in der Schwangerschaft – nicht nur zuständig für die medizinischen, sondern auch für die seelischen Belange.

Ihr Arzt sollte Zeit für Sie haben!

Bereiten Sie sich in aller Ruhe auf die Untersuchungen vor. Kleiner Tipp: Schreiben Sie sich offene Fragen oder Unklarheiten am besten vorher auf. So ein Spickzettel bewahrt Sie davor, auf dem Heimweg von tausend vergessenen Fragen überfallen zu werden. Ein verständnisvoller Arzt wird übrigens keine Frage als "dumm" oder "überflüssig" abtun. Er weiß, dass jede Frau – zumindest beim ersten Kind – in vielen Punkten unsicher ist.

Unser Tipp: Sollte es bei Ihnen nicht so sein, dass der Arzt sich Zeit für Sie nimmt oder wenn Sie sich nicht gut betreut fühlen, dann suchen Sie sich einen anderen Arzt. Denn wie wichtig es ist, dass Sie sich in der Schwangerschaft an einen Arzt oder Gynäkologen wenden, zu dem sie vollstes Vertrauen haben können, zeigt die Erfahrung: Es gilt als erwiesen, dass Schwangere nur dann regelmäßig zum Arzt kommen, wenn sie wirklich mit ihm zufrieden sind.

Wenn alle Anzeichen Ihres Körpers auf eine Schwangerschaft deuten, sollten Sie zum Arzt gehen. Möglichst bald, spätestens aber zwei Wochen nach dem Ausbleiben der Regelblutung.

Viele Fragen

Bei der ersten Untersuchung führt der Arzt eine sogenannte Anamnese durch, das heißt, er erkundigt sich nach früheren Krankheiten, Operationen und Impfungen. Außerdem fragt er nach dem Gesundheitszustand und nach etwaigen chronischen Erkrankungen und Medikamenten, die Sie einnehmen.

Wichtig ist, dass Ihr Arzt beziehungsweise Gynäkologe auch über eventuelle vorhergehende Schwangerschaften und Geburten informiert ist. Und: Gab es in der Familie der Frau oder des Mannes besondere Krankheiten? Wenn er Sie also nach vielen solchen Dingen fragt, ist das keine übertriebene Neugier, sondern eine sorgfältige Anamnese – prima!

Die erste Untersuchung

Danach wird er Sie körperlich genau unter die Lupe nehmen: Mit einer Blutprobe kontrolliert der Arzt Ihre Blutgruppe, den Gehalt an roten Blutkörperchen und den Rhesusfaktor. Zusätzlich überprüft er das Gewicht und den Blutdruck. Eine vaginale Untersuchung wird vorgenommen, um festzustellen, ob mit der Gebärmutter, den Eierstöcken und dem Geburtskanal alles in Ordnung ist.

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Nach dieser ersten grundlegenden Untersuchung bekommen Sie Ihren Mutterpass, in den der Arzt von nun an alle weiteren Daten der Schwangerschaft einträgt und den Sie immer bei sich haben sollten.

Wie wird eigentlich gerechnet?

Immer wieder einmal hört man von den "10 Monaten der Schwangerschaft" oder dem "10. Schwangerschaftsmonat". Das ist keine neue Entwicklung, sondern entspricht dem Rechenschema der Ärzte: Neun Monate dauert eine normale Schwangerschaft. Allerdings beginnt der erste Schwangerschaftsmonat rein rechnerisch am ersten Tag der letzten Periodenblutung. Es gehören also auch die 14 Tage vor der Befruchtung dazu, in denen noch gar keine Schwangerschaft bestand.

Gynäkologen, Hebammen und Geburtshelfer pflegen die Schwangerschaft in drei Stufen einzuteilen:

  • Im ersten Drittel ist die Entwicklung besonders rapide - was manche Mutter ganz unmittelbar zu spüren bekommt. Hier ist die Umstellung des Hormonhaushalts und des Stoffwechsels besonders stark. Deshalb treten in dieser Zeit auch verstärkt die bekannten Schwangerschaftsbeschwerden wie Erbrechen und Müdigkeit auf.
  • Das zweite Drittel, in dem das Baby vom winzigen Etwas zum kleinen Menschen heranreift, ist für die Mutter dagegen meist angenehmer. Ab dem 4. Monat sprechen die Mediziner nicht mehr vom Embryo, wenn Sie das Baby meinen, sondern vom Fötus. Alle wesentlichen Anlagen Ihres Kindes sind fertig und im Prinzip einsatzbereit.
  • Das letzte Drittel ist der Endspurt: Alles arbeitet schon auf die Geburt hin. Jetzt nimmt das Baby noch einmal kräftig zu und wächst, um fit für das Leben außerhalb der Mutter zu sein. Entsprechend schwerfällig und kurzatmig kommt sie nun daher. Viele sehnen das Ende der Schwangerschaft nun herbei – und verlieren dadurch die Angst vor der Entbindung.