Geburtsvorbereitung - braucht man das? Die meisten Mütter machen einen Kurs zur Geburtsvorbereitung. Bringt das was, oder kann man sich das sparen? Und was wird da eigentlich gemacht?
Ist ein Geburtsvorbereitungskurs wirklich nötig?Unserer Ansicht nach: Unbedingt! Die Vorbereitung auf die Geburt gehört gerade beim ersten Kind dazu. Gute Kurse umfassen nicht nur Schwangerschaftsgymnastik und Atemübungen. Vielmehr werden hier viele Unsicherheiten hinsichtlich der Entbindung abgebaut. Denn je mehr Sie darüber wissen, was während der Geburt und danach passiert, desto kleiner sind die Ängste. Eine gute Vorbereitung ist die beste Voraussetzung, um sich auf die Geburt zu freuen und sie als etwas Positives zu erleben.
Ein weiterer schöner Aspekt der Geburtsvorbereitungskurse ist, dass Sie dort auch andere Mütter oder Elternpaare kennen lernen. So lassen sich zwanglos Erfahrungen austauschen. Und oft ergeben sich daraus Freundschaften, die weit über die Geburt hinaus bestehen. Nicht zuletzt, weil die Kinder ja im gleichen Alter sind.
Wann sollte mit der Geburtsvorbereitung begonnen werden?
Spätestens ab dem 6. Schwangerschaftsmonat empfiehlt sich die Teilnahme. Kurse werden z.B. von Kliniken, Hebammen oder Krankengymnastinnen angeboten. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kursgebühr für maximal 14 Stunden. Die Gebühr wird jedoch nur erstattet, wenn der Kurs von einer Hebamme geleitet wird.
Geburtsvorbereitungskurse finden in der Regel einmal wöchentlich abends statt und gehen über mehrere Wochen. Der Vorteil liegt darin, dass sie intensiveren Kontakt mit anderen Eltern bieten und die Hebamme für Fragen über einen längeren Zeitraum zu Verfügung steht. Es werden aber auch Kompaktkurse angeboten, die an einem Wochenende stattfinden. Diese sind praktisch, wenn Ihnen oder Ihrem Partner ein Kursbesuch unter der Woche aus beruflichen Gründen nicht möglich ist oder der Geburtstermin schon relativ nah gerückt ist.
Welches Angebot ist das Richtige?
Das Angebot ist sehr vielfältig und reicht von der klassischen Vorbereitung bis hin zu alternativen Methoden. Die klassische Vorbereitung auf die Geburt verfährt zwar nach verschiedenen Methoden, aber diese basieren letztlich alle auf Atem- und Entspannungstechniken.
Es ist sinnvoll, wenn Sie sich bei der Auswahl des für Sie passenden Kurses mit Ihrer Hebamme oder einer "erfahrenen" Freundin beraten.
Die klassische Geburtsvorbereitung.
In einem guten Kurs werden Sie umfassend informiert – in Theorie und Praxis. Sie bekommen ausführlich erklärt, wie eine Entbindung verläuft und wann was passiert. Auch über unterschiedliche Geburtsmethoden, medizinische Hilfsmittel oder spezielle Maßnahmen wie den Kaiserschnitt erfahren Sie mehr. So können Sie sich auf das große Ereignis besser einstellen. Viele Kurse schließen übrigens auch den Besuch eines Kreißsaals mit ein.
Ganz klar im Mittelpunkt stehen bei dem klassischen Ansatz praktische Übungen, die Sie auf die Geburt vorbereiten. Dazu zählen Atemtechniken, Körperhaltungen und Bewegungsrhythmen. Auch Ihr Partner wird in den praktischen Teil eingebunden – wenn er bei der Geburt dabei sein will. Zu einem guten Kurs gehören aber auch Ratschläge und Anleitungen für den Umgang mit dem Baby in den ersten Wochen nach der Geburt, z.B. zum Stillen und zur Babypflege.
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