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Eisen 

Auch während der Schwangerschaft spielt Eisen eine wichtige Rolle: Als wichtiger Bestandteil des Blutes bringt es den Sauerstoff zu den Zellen. Der Eisenbedarf der Schwangeren verdoppelt sich auf bis zu 30mg / Tag. Achten Sie darauf Ihren Bedarf durch eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung zu decken. Wir verraten Ihnen wie.

Wozu dient Eisen?

Eisen ist der Hauptbestandteil des Hämoglobins und dient der Beförderung von Sauerstoff durch die roten Blutkörperchen zu den Zellen Ihres Körpers und Ihres Babys. Ein Eisenmangel führt zu Müdigkeit, Anämie, Verringerung der geistigen Fähigkeiten und einer größeren Infektionsanfälligkeit. Auch für das Baby können die Konsequenzen ernst sein: Frühgeburt, geringes Geburtsgewicht oder Gesundheitsprobleme.
Der Eisenbedarf von Frauen ist grundsätzlich höher als der von Männern: 15 mg am Tag gegenüber 10 mg am Tag. In der Schwangerschaft vergrößert sich dieser Unterschied sogar noch. Im ersten Schwangerschaftsdrittel werden rund 20 mg Eisen am Tag benötigt, im zweiten und letzten Drittel sogar 30 mg am Tag. Etwa 23 % der Frauen haben einen Eisenmangel. Wird dieser festgestellt, verordnet der Arzt in der Regel Eisenpräparate zur gezielten Nahrungsergänzung.
Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollten ebenfalls auf eine ausreichende Eisenversorgung achten. Daher wird häufig ein Eisenpräparat verordnet. Und deshalb rät man Frauen, die eine Schwangerschaft ins Auge fassen, bereits vor der Schwangerschaft, ausreichend Eisen zu sich zu nehmen.

Auf den Punkt gebracht...

Soviel Eisen ist in einer Portion enthalten:

  • Rindfleisch(200g): 4,2 mg
  • Schweinefleisch (200g): 2,0 mg
  • Hühnchenbrust mit Haut (200g): 2,2 mg
  • Linsen, trocken (50g): 4,0 mg
  • MamAlete Stillsaft (200ml): 10 mg
  • Hafervollkornflocken (50g): 2,7 mg
  • Weizenkeime (10g): 0,8 mg
  • Brokkoli (140g): 1,2 mg
  • Mangold (140g): 3,8 mg
  • Grüne Bohnen (140g): 1,0 mg
  • Erdbeeren (125g): 0,8 mg
  • Heidelbeeren (125g): 0,9 mg
  • Aprikosen (125g): 0,8 mg
  • Roggenvollkornbrot (50g): 3,3 mg
  • Weizenvollkornbrot (50g): 2,0 mg

Entgegen der Legende ist der Spinat nicht die beste Eisenquelle. 100 g frische Blätter enthalten zwar 3,8 mg. Dieses ist jedoch weniger gut verfügbar als das Eisen aus Fleisch.

Noch eine letzte Information mit einiger Bedeutung: Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Eisen:

  • Hämeisen, das sich in Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten findet. Es wird vom Organismus gut aufgenommen (ca. 25 %).
  • Nicht-Hämeisen aus Getreide, Hülsenfrüchten, Obst, Gemüse und Milchprodukten. Es wird weit weniger gut aufgenommen (nur 1 bis 5 %). Durch die gleichzeitige Aufnahme Vitamin C reicher Lebensmittel (Früchte, Säfte, Gemüse) kann die Verfügbarkeit von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln verbessert werden. Für eine gute Eisenzufuhr ist es aber ratsam, auf Fleisch (möglichst rote Fleischsorten) zu setzen.
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Unsere praktischen Tipps

  • Essen Sie mehrmals in der Woche Fleisch. Kombinieren Sie weniger eisenreiche Fleischsorten mit eisenreichen Gemüsesorten oder zum Beispiel mit Hülsenfrüchten.
  • Fördern Sie die Aufnahme von Eisen bei einer Mahlzeit durch Vitamin C : Zitronensaft auf dem Fisch, ein Glas Orangensaft dazu, eine Zitrusfrucht oder Kiwi zum Nachtisch
  • Meiden Sie Tee und Kaffee, die die Aufnahme von Eisen bremsen oder nehmen Sie Ihren Tee mit einem Spritzer Zitrone. Warten Sie nach einer Mahlzeit mindestens zwei Stunden, bevor Sie Tee oder Kaffee trinken. Trinken Sie nicht mehr als zwei Tassen am Tag.
  • Streuen Sie zwei Teelöffel Hefe oder Weizenkeime über Salate und Rohkost. Das verschafft Ihnen einen Bonus von 1 mg Eisen.
  • Eventuell bekommen Sie eine Nahrungsergänzung verordnet, wenn Sie Vegetarierin oder Veganerin sind, oder wenn Sie Zwillinge erwarten oder wenn Sie kurz nacheinander mehrere Schwangerschaften haben. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und fragen Sie ggf. einen Ernährungsberater.