Was darf man essen und was nicht? Sie können sich entspannen: Die allermeisten Lebensmittel sind auch für Schwangere erlaubt. Einiges aber sollten Sie Ihrem Baby zuliebe weglassen. Hier erfahren Sie, was das ist.
Natürlich soll die Schwangerschaft keine Zeit der Askese sein. Aber einige Lebensmittel sind einfach nicht so gut für Ihr Baby. Oder es besteht ein Infektionsrisiko. Denn aufgrund hormoneller Veränderungen ist das Immunsystem der Schwangeren geschwächt und besonders anfällig für Infektionen, die u.a. auch dem Baby im Bauch gefährlich werden können.
Wegen der hohen Infektionsgefahr sollten Sie auf alle nicht vollständig erhitzten tierischen Lebensmittel verzichten. Dazu zählen Rohmilch, Rohwurst (Salami, roher Schinken), rohes Fleisch (Tatar) und roher Fisch (Sushi). Meiden Sie auch rohe oder weiche Eier – Achtung deshalb auch bei Nachspeisen wie Tiramisu.
Und noch ein Tipp: Streichen Sie Leber während der Schwangerschaft besser aus Ihrem Ernährungsplan. Denn deren zu hoher Vitamin A-Gehalt kann Ihrem Baby schaden. Eine übersichtliche Tabelle mit in der Schwangerschaft „erlaubten“ und „verbotenen“ Lebensmitteln finden Sie hier.
Übrigens: Kaffee und schwarzer Tee sind in Maßen – also nicht in Massen – unbedenklich. 2 Tassen milden Kaffee oder schwarzen Tee am Tag dürfen Sie ruhig genießen. Mehr kann auch bei Ihrem Baby Herzklopfen verursachen.
In der Schwangerschaft verboten
Alkohol ist in der Schwangerschaft absolut verboten. Sowohl der Alkohol als auch dessen Abbauprodukte gelangen über den Mutterkuchen in das Blut des Kindes und schädigen Zellen und Organe des Ungeborenen. Alkoholkonsum in der Schwangerschaft ist die häufigste Ursache für verzögerte geistige Entwicklung und körperliche Fehlentwicklung bei Kindern. Da kein Grenzwert festgelegt werden kann, ab welcher Menge Alkohol in der Schwangerschaft schädlich auf das Kind wirkt, sollte auch möglichst auf das vom Schwiegervater oft empfohlene „Gläschen in Ehren“ verzichtet werden. Es lohnt sich wirklich nicht!
Keine Kompromisse sehen wir auch beim Rauchen in der Schwangerschaft: Jeder Zug Nikotin verengt die Blutgefäße und behindert so eine optimale Versorgung des Babys. Ausserdem verdoppelt sich das Risiko eines plötzlichen Kindstods.
Raucherbabys sind bei ihrer Geburt kleiner und anfälliger für Infektionen. Es ist also eine gute Gelegenheit, jetzt mit dem Rauchen aufzuhören! Zumal sich mit dem gesparten Geld vielleicht ja das Babybettchen kaufen lässt.
Vegetarisch durch die Schwangerschaft?
Auch wenn fleischlos oft mit gesund gleichgesetzt wird: Gerade für die Ernährung in der Schwangerschaft ist Fleisch wichtig. Denn es ist der wichtigste Eisen-Lieferant, zumal tierisches Eisen besser verwertbar ist als pflanzliches. Wenn Sie Vegetarierin sind, sollten Sie mit Ihrem Arzt über eine geeignete Nahrungsergänzung sprechen.
Nicht so einfach: Ernährung am Arbeitsplatz.
Curry-Pommes, Schweinebraten mit Klößen oder Erbsensuppe mit Wurst: Kantinen-Essen ist oft sehr fett- und fleischlastig. Sehen Sie sich deshalb den Wochenplan genau an und gleichen Sie einen möglichen Mangel in Ihrer Ernährung aus. Gab es mittags in der Kantine Braten, essen Sie abends lieber Salat. Lassen Sie es ruhig auch mal 3 gesunde Beilagen sein statt einem Hauptgericht. Ideal für zwischendurch: Rohkost knabbern oder einen Joghurt essen.
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