Mein Baby ist
Monate alt

Der neue Tagesablauf 

Den Alltag neu erfinden: Mit einem Baby ändert sich vieles. Rollen müssen neu definiert, Routinen gefunden werden. Seien Sie geduldig mit sich selbst und bleiben Sie miteinander im Gespräch.

Babys stellen alles auf den Kopf – auch Ihren Alltag
Sich für ein Kind zu entscheiden, ist zweifellos ein großer Schritt im Leben. Er bringt eine Menge Verantwortung mit sich und wird Ihr Leben um viele wunderschöne Erlebnisse und Aspekte bereichern.

Es lässt sich nicht vermeiden, dass Ihre tägliche Routine mit der Ankunft des neuen Babys erst einmal auf den Kopf gestellt wird. Wenn Sie zum ersten Mal Mutter oder Vater werden, ist die Gefahr groß, dass Sie unterschätzen, was das eigentlich für Ihr tägliches Leben bedeutet. Fühlen Sie sich in Ihre neuen Aufgaben Schritt für Schritt ein. Erlauben Sie sich und den anderen Familienmitgliedern auch mal Ratlosigkeit, Hilflosigkeit, ja sogar Trauer, weil alles "so anders" geworden ist. Das ist normal und vergeht, wenn der neue Rhythmus mit Baby erst mal Alltag geworden ist. Früher oder später werden Sie die Gelassenheit haben, die vielen neuen und schönen Aspekte wahrzunehmen und zu genießen. Dazu können Sie auch etwas tun.

Jeder braucht jetzt Zeit

Vor allem in den ersten Wochen und Monaten der Umstellung ist es nicht so einfach, die Bedürfnisse aller im Blick zu behalten und aufeinander abzustimmen. Versuchen Sie immer wieder, das Ziel "Wir wollen es gemeinsam meistern" nicht aus den Augen zu verlieren. Jedoch nicht ohne dabei dem Partner, den anderen Kindern und auch sich selbst Eigenheiten und ganz individuelle Bedürfnisse zuzugestehen.

Vielleicht hilft es größeren Kindern, wenn sie in einen kleinen Kummerkasten ihre Notizen werfen dürfen, was sie gerade traurig macht oder worüber sie sich ärgern. In einer Ruhephase kann man sich diese Briefchen zusammen anschauen und nach Lösungen suchen. Mit dem Partner kann man zwar auf einer anderen Ebene kommunizieren, das macht die Sache jedoch nicht unbedingt leichter. Versuchen Sie unbedingt, das Gespräch offen und lebendig zu halten.

Aufgaben neu verteilen

Gerade die Mütter haben oft das Gefühl, dass sie mit vielem allein dastehen und mit ihren Sorgen beim Partner nicht unbedingt auf Verständnis zu treffen. Aber auch der Vater fühlt sich überfordert, wenn er sich plötzlich in der Rolle des alleinigen Familienernährers sieht und so ganz nebenbei auch noch neue Aufgaben im Haushalt übernehmen soll.

Da hilft nur eines: Sich einmal in Ruhe zusammen ansehen, was wann gemacht werden muss und aufteilen, wer es tun kann. Kurz, mit Baby den Alltag neu organisieren. Vielleicht können ja auch größere Kinder schon ein paar kleine Pflichten übernehmen? Sie können die Aufgaben auf kleine Zettel schreiben und auf Häufchen verteilen.

der neue tagesablauf
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Ein Tipp: Richten Sie auch ein Häufchen für einen besonders fleißigen Kollegen ein: Den "Niemand". Denn nicht alles muss unbedingt immer sofort erledigt werden. Der brave Niemand kann ein paar Monate lang die Fenster putzen, jede zweite Woche die Treppe übernehmen und den Keller aufräumen. Sie werden sehen, durch diesen Trick wird die Arbeit viel weniger, ohne das der Haushalt zusammenbricht.

Viel Spaß macht es auch, wenn Sie Aufgaben gemeinsam angehen. Er putzt das Bad, sie die Küche. Oder der eine schnippelt das Gemüse, während der andere sich um das Fleisch kümmert. So bleibt mehr Zeit für einige gute Worte oder auch ein paar Späße über den Küchentisch hinweg. Denn auch wenn Sie nun Eltern sind - ein Paar sollen Sie dabei doch auch bleiben!

Tipps zum Start in den Alltag mit Baby

  • Versuchen Sie gelassen zu bleiben – es dauert ein Weilchen, bis Sie und Ihr Baby sich aufeinander eingespielt haben.
  • Schonen Sie sich ein bisschen. Schließlich haben Sie eine unglaubliche Leistung vollbracht.
  • Erwarten Sie nicht zu viel. Kurz nach der Geburt geraten viele frischgebackene Mamis erst mal in ein Stimmungstief.
  • Nehmen Sie Hilfe an. Bestimmt können Partner, Freundinnen oder Großeltern Sie im Haushalt unterstützen
  • Lassen Sie sich nicht irritieren. Viele Tipps von wohlmeinenden Verwandten sind gut gemeint, aber nicht immer gut. Denn vieles passt einfach nicht auf Ihre persönliche Lebenssituation. Oder aber es geht andere einfach nichts an, wie Sie etwas tun oder lassen.
  • Setzen Sie sich nicht selber unter Druck: Sie sind eine gute Mutter, auch wenn Ihr Kind ab und zu weint und Ihr Haushalt nicht aussieht wie aus der Werbung für Blitz und Blank.