Eifersucht ist ganz normal. Denn plötzlich ist da jemand, der Aufmerksamkeit beansprucht, Lärm macht und den ganzen Tagesablauf durcheinander bringt. Beziehen Sie die Großen mit ein.
Beim zweiten Kind ist vieles einfacher! Sie haben schon Erfahrung mit der Schwangerschaft, Geburt und den ersten Wochen mit dem Neugeborenen. Dafür haben Sie jetzt jemanden, der zusätzlich Ihre besondere Aufmerksamkeit und Liebe braucht: das oder die großen Geschwisterchen.
Einerseits ist das ja ganz toll und aufregend, was sich da in Mamis Bauch tut, und auch die Aussicht, einen kleinen Spielkameraden geliefert zu bekommen, ist nicht schlecht. Aber auf der anderen Seite ist da zugleich eine gewisse Unsicherheit. Wie wird das werden, wenn alles ganz anders ist, weil plötzlich noch eine Person da ist, um die sich alles dreht? Gerade die ersten Wochen können da manchmal hart werden.
Wie Sie Ihre "Großen" auf den Nachwuchs vorbereiten
Sie sollten auf jeden Fall ehrlich sein, was das neue Baby angeht. Denn ganz sicher wird nicht auf Anhieb alles ganz toll, wenn das Kleine da ist. Wenn Sie hier übertreiben, ist die Enttäuschung vorprogrammiert. Denn was soll man von einem „tollen Spielkameraden“ halten, der platt auf dem Rücken liegt, ständig feucht ist und herumschreit? Das ist ja wohl eine Mangellieferung, wenn nicht gar Betrug!
Vielleicht haben Sie im Bekanntenkreis ja eine Familie mit kleinem Baby, das Sie einmal besuchen können. Das dämpft die Erwartungen etwas und zeigt gleich, wie hilflos, aber auch putzig so ein Baby ist.
Die Großen dürfen nicht abseits stehen
Auf gar keinen Fall sollte das ältere Kind in der Zeit nach der Geburt irgendwo anders untergebracht werden, damit es aus der „ersten Hektik" raus ist. Das mag gut gemeint sein, kommt aber überhaupt nicht gut an: Jedes Kind empfindet so einen Ausschluss als furchtbare Zurückweisung.
Deshalb ist etwas Rücksichtnahme auf die Geschwister sehr wichtig, egal, ob sie nun Anzeichen von Eifersucht zeigen oder nicht. Sie gehören schließlich auch mit zur Familie. Und dass sich daran durch die Ankunft dieses kleinen Schreihalses nichts geändert hat, darauf müssen sie sich verlassen können. Das geht nur mit viel Liebe und Verständnis. Gut ist es, das ältere Kind in die Beschäftigung mit dem Baby einzubeziehen: So wird der Zuwachs eine echte Familienangelegenheit.
Wie aber soll das nun funktionieren?
Natürlich ist es nicht so einfach, einem „Großen“, dass sich zurückgesetzt fühlt, zu zeigen, dass es geliebt und gebraucht wird. Aber Sie können ein paar Neuerungen einführen:
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