Mein Baby ist
Monate alt

Babyblues 

Müde, traurig und unzufrieden: So fühlen sich fast alle Frauen ein paar Tage nach der Entbindung. Das ist der sogenannte "Babyblues", ganz plakativ auch "die Heultage" genannt.

Das braucht doch kein Mensch: Der Babyblues
Eigentlich hatten Sie sich alles so schön vorgestellt: Das größte Glück der Welt liegt gesund und munter in Ihren Armen und alles ist wunderbar. Doch statt auf Wolke 7 ins neue Leben zu schweben, ist Ihnen zum Heulen zumute. Sie fühlen sich elend und zweifeln vielleicht sogar, ob Sie dem Muttersein überhaupt gewachsen sind. Kurz nach der Geburt erleben sehr viele junge Mütter einen solchen Stimmungseinbruch: die "Heultage" oder auch den "Babyblues".

Warum manchmal die Tränen fließen

Der Grund für Stimmungsschwankungen und Niedergeschlagenheit liegt sehr häufig in der hormonellen Veränderung. So stellt der Körper ungefähr 3 bis 4 Tage nach der Entbindung von Schwangerschaft auf Stillen um. Hinzu kommt, dass die Anspannung rund um das große Ereignis Geburt nachlässt. Viele Frauen fallen dann in ein emotionales Loch. Durch die körperliche Erschöpfung wird das noch verstärkt.
Überhaupt verschwinden die körperlichen Nachwirkungen von Schwangerschaft und Geburt nicht über Nacht. Es braucht einige Zeit, bis sie abgeklungen sind.

Möglicherweise zwickt die Dammnaht eine ganze Weile. Und etwa vier bis sechs Wochen kann der Wochenfluss andauern. Eigentlich ein gutes Zeichen. Denn es bedeutet: Die Gebärmutter bildet sich zurück und die Plazentawunde heilt ab. Um sich frisch zu fühlen, helfen Duschen, klares Wasser und Einlagen.

Trotzdem, all diese Umstellungen machen Sie sensibler und verletzlicher als sonst. Kein Wunder also, wenn frischgebackene Mamis den „Babyblues“ bekommen, obwohl eigentlich alles eitel Sonnenschein sein müsste. Kleiner Trost: Auch wenn bestimmte körperliche Veränderungen noch länger nachwirken, so zieht das Stimmungstief in der Regel nach einigen Tagen von selbst wieder ab.

Ist dies nicht der Fall und hält die schlechte Stimmung an, sollten Sie sich beraten lassen: Von einer so genannten Schwangerschafts-Depression, die länger als ein paar Tage anhält und nicht von alleine wieder vorübergeht, sind zum Glück nur wenige Frauen betroffen. In diesen Fällen ist ärztliche Hilfe unbedingt nötig.

Wie mit den "Heultagen" umgehen

Gleich mit Volldampf starten und alles souverän im Griff haben? Das klappt meistens nur im Film. Niemand erwartet von Ihnen, dass die Küche blitzt und für Gäste immer frischer Kuchen da ist. Lassen Sie die ersten Wochen ruhig angehen. Unterschätzen Sie die Erschöpfung durch die Geburt nicht und gönnen Sie sich Extra-Pausen. Versuchen Sie vor allem, sich selbst nicht unter Druck zu setzen. Besser ist es, Hilfe anzunehmen.

Viel Unterstützung kann jetzt der Partner geben: Zuhören, trösten und, so gut es geht, Dinge abnehmen, z.B. Glückwunschanrufe entgegen nehmen oder sich um den Besuch kümmern. Überlegen Sie auch gemeinsam, was jetzt wirklich wichtig ist. Geburtskarten verschicken oder Fenster putzen - Sie werden schnell feststellen, dass vieles auch ein paar Tage Zeit hat.

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Bei den wirklich notwenigen Erledigungen im Haushalt - Einkaufen, Kochen, Waschen - helfen bestimmt auch gute Freundinnen oder eine stolze Grußmutter.

Sich selbst ein bisschen zu verwöhnen, ist ebenfalls ein gutes Mittel, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Gönnen Sie sich beispielsweise ein wohltuendes Bad. In der Regel ist das etwa zwei Wochen nach der Geburt wieder "erlaubt". Eine besondere Wohltat ist das Entspannungs Bad von Bübchen, denn es entspannt und pflegt zugleich. Außerdem bietet Bübchen weitere Pflege, die speziell auf die Bedürfnisse von Schwangeren und jungen Müttern abgestimmt ist. So fördern Pflege Öl und die Pflege Lotion gezielt die Elastizität der Haut.

Fitness? Besser nichts erzwingen!

Einige Frauen können es kaum erwarten, dass ihr Körper wieder in Top-Form kommt. Auch hier gilt: immer mit der Ruhe. Solange gestillt wird, ist eine Diät der falsche Weg. Setzen Sie lieber auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Zudem können Sie ungefähr acht Wochen nach der Geburt mit der Rückbildungsgymnastik beginnen. So kommen Körper und Seele schonend wieder in Schwung.

Unterstützung bei den Heultagen

  • Nachsorge-Hebamme
    Die Hebamme steht Ihnen nicht nur während der Schwangerschaft und Geburt, sondern auch in der Zeit danach mit Rat und Tat zur Seite. Sie beobachtet Ihren Genesungsprozess, gibt Rat bei Stillproblemen und kann auch vom Babyblues ein Lied singen. Bis zu acht Wochen nach der Entbindung kommt die Krankenkasse für die Hausbesuche der Hebamme auf.
  • Ärztin/Arzt
    Wichtiger Ansprechpartner ist natürlich auch Ihr Arzt. Er kann beurteilen, ob es ganz "normale" Heultage sind, oder ob es sich um eine ernste Schwangerschaftsdepression handelt. Und natürlich gibt er Ihnen auch die Gewissheit, dass sich bei Ihnen und Ihrem Baby alles ganz normal entwickelt.
  • Partner, Familie und Freunde
    Von der praktischen Hilfe im Haushalt bis zum Kummerkasten – Partner, gute Freundinnen oder die eigene, erfahrene Mutter helfen und trösten auch beim Babyblues bestimmt gerne.