Mein Baby ist
Monate alt

Verstopfung 

Verstopfung
Bei einem Kind unter 18 Monaten spricht man von Verstopfung, wenn es nicht mindestens einmal pro Tag (Stillkind) oder drei Mal pro Woche (Flaschenkind) Stuhlgang hat. In den meisten Fällen wird diese Unregelmäßigkeit als „funktionell“ eingeordnet, d.h. sie ist nicht das Ergebnis einer Krankheit. Normalerweise ist diese Verstopfung nichts Ernstes und tritt häufig bei Kindern im Alter von 0 bis 36 Monaten auf. Außerdem ist sie problemlos nach nur wenigen Tagen oder Wochen auskuriert.

Mögliche Ursachen für eine Verstopfung

  • Sie stillen Ihr Kind und haben Ihre eigene Ernährung verändert (Sie nehmen z.B. mehr raffinierte, stärkehaltige Nahrungsmittel wie Weißbrot zu sich und weniger Vollkorngetreide und Vollkornbrot, das reich an Ballaststoffen ist, die die Darmtätigkeit anregen).
  • Ihr Baby hatte Durchfall. Danach kommt es häufig zu Verstopfungen.
  • Veränderungen im Tagesablauf. Ihr Baby ist z.B. jetzt bei einer Tagesmutter oder in der Kinderkrippe. Solche Änderungen seiner Gewohnheiten und der Bezugspunkte können dazu führen, dass Ihr Baby weniger isst und häufiger quengelt. Das kann seine Darmtätigkeit stören.
  • Das Baby hat begonnen Beikost zu essen, gleichzeitig treten Verstopfungsprobleme auf. Das ist nicht ungewöhnlich. Durch die Einführung fester Nahrungsmittel muss der Verdauungstrakt mehr arbeiten. Bei manchen Kindern klappt das nicht von Anfang an reibungslos.
  • Das Baby wächst und Sie möchten, dass es sauber wird. Diese wichtige, neue Entwicklungsphase sollten Sie Ihrem Kind nicht aufdrängen. Das kann zu einer Blockade führen.

Geeignete Maßnahmen gegen Verstopfung

  • Während des Stillens: Achten Sie auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung mit dem Schwerpunkt auf Obst, Gemüse und Vollkorngetreide, da diese Lebensmittel hervorragende Ballaststoffquellen sind. Trinken Sie pro Tag außerdem mindestens 1,5 Liter Wasser.
  • Bei Beikostkindern: Durch die Einführung von fester Nahrung kann es sein, dass Ihr Baby weniger Flüssigkeit aufnimmt als bisher. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, ihm zwischen den Mahlzeiten ein Fläschchen mit Wasser zu geben.
  • Verzichten Sie einige Tage auf Reis, Bananen und Karotten. Geben Sie dem Kind stattdessen andere Obst- und Gemüsesorten und überraschen Sie es so mit neuen Geschmacksrichtungen.
  • Ganz wichtig: Probieren Sie auf keinen Fall Medikamente aus, ohne vorher mit Ihrem Kinderarzt gesprochen zu haben!
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Suchen Sie unbedingt einen Arzt auf, wenn:

  • Ihr Kind weniger als zwei Mal in der Woche Stuhlgang hatte.
  • Ihr Kind an Gewicht verliert.
  • Ihr Kind beim Stuhlgang Schmerzen hat.

Gerhardt, Papa von Larissa, 7 Monate 


expert

„Beim Wickeln meiner Tochter entdeckte ich zu meiner großen Überraschung zum ersten Mal kleine „Hasenköttel“ anstelle des üblichen Stuhls! Meine Frau beruhigte mich gleich, indem sie mir erklärte, dass Larissa im Augenblick unter einer leichten Verstopfung leide und sie bereits ihre Ernährung leicht geändert habe, um Abhilfe zu schaffen. War ich froh zu hören, dass alles unter Kontrolle ist!“