Mein Baby ist
Monate alt

Gesunde Gewohnheiten 

Gesunde Essgewohnheiten - ein Geschenk fürs ganze Leben! Gewöhnen Sie Ihr Kind früh an gesundes Essen, und packen Sie die Gelegenheit beim Schopf, die eigenen Gewohnheiten mal zu überprüfen.

Gesunde Gewohnheiten – die können Sie Ihrem Kind mitgeben
Fünf Mal Obst und Gemüse am Tag, das kennt man inzwischen. Aber ab wann gilt das denn – auch schon für die ganz Kleinen? Sie müssen kein Ernährungswissenschaftler sein, um Ihrem Kind ein gesundes Verhalten beizubringen. Sie müssen einfach nur ein gutes Vorbild sein.

„Iss deine Suppe, dann wirst du groß und stark“, „Iss dein Gemüse, damit du gesund bleibst“, „Iss den Teller leer, dann scheint morgen die Sonne!“. Wer hat diese Weisheiten nicht in der Kindheit selber gehört? Sie werden sich vielleicht dabei ertappen, wie Sie in den nächsten Jahren Ihrem Hosenmatz dasselbe sagen, wenn er vor seinem Essen das Gesicht verzieht oder pingelig die kleinen, liebevoll zubereiteten Brokkolistückchen aussortiert! Denn gute Gewohnheiten nimmt man gleich mit der ersten Beikost an. Eines steht fest, das große Abenteuer der gesunden Ernährung ist nicht ganz ohne Stolpersteine.

Die Ernährung von kleinen Kindern: eine Bestandsaufnahme

  • Das Verdauungssystem ist beim Kind erst ab 2 Jahren voll entwickelt, und doch bekommen 50 % der Babys zwischen 13 und 18 Monaten dasselbe zu essen wie ihre Eltern! Das Risiko: eine Schwächung des Darms, des Schlüssels zum Immunsystem.
  • 30 % der Kinder zwischen 6 Monaten und 2 Jahren leiden unter Eisenmangel und 4,2 % unter einer Blutarmut.
  • Die Zufuhr an Eiweiß aus Fleisch, Fisch und Eiern ist bei Kindern zwischen 6 und 36 Monaten oft zu hoch. Das Risiko: Übergewicht. Die richtige Dosis ist 20 g/Tag bis 12 Monate und 30 g/Tag bis 3 Jahre.
  • Über die Hälfte der Kleinkinder bekommt zu viele Süßigkeiten.
  • Forschungen zeigen, dass 5 bis 15 % der 3 bis 18 Monate alten Säuglinge und über 20 % der 18 bis 24 Monate alten Säuglinge nicht genügend Calcium täglich bekommen.

Grundregeln ab 6/8 Monate

  • 5 Mahlzeiten am Tag mit ausgeglichener Zufuhr an Kohlenhydraten, Proteinen, Obst, Gemüse, Milchprodukten und Getreide
  • Kein Knabbern zwischen den Mahlzeiten. Und wenn Ihr Kind zwischendurch essen möchte? Geben Sie ihm ein Glas oder ein Fläschchen Wasser und erhöhen Sie die Mengen bei der nächsten Mahlzeit.
  • Versuchen Sie, den Speiseplan jede Woche etwas zu variieren, um die Entwicklung der Geschmacksempfindungen zu fördern. Wenn Ihr Kind immer dieselben Nahrungsmittel bekommt, wird es möglicherweise den Geschmack neuer Lebensmittel zurückweisen.
gesunde gewohnheiten
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  • Fisch/Fleisch: einmal am Tag 3 bis 4 Teelöffel zwischen 6 und 12 Monaten, 30 g zwischen 12 und 36 Monaten und 50 g zwischen 3 und 4 Jahren.
  • Eier: Fangen Sie mit dem Eigelb an (ein halbes mit 7 Monaten, ein ganzes zwischen 8 und 18 Monaten) und dann ein ganzes Ei pro Woche.
  • Es ist überflüssig, Gerichte für Kleinkinder zu salzen, und geben Sie auch kein Salz zu den Gläschen! Salzarmes Essen: Eine gute Angewohnheit, die man sein Leben lang beibehalten sollte.
  • Geben Sie süße Getränke nur zu besonderen Anlässen wie z. B. zu Geburtstagsfeiern. Ansonsten gibt es Wasser oder ungesüßten Tee!

Seien Sie ein Vorbild!

Es ist bewiesen: Kinder lernen durch Abschauen. Wenn Sie selbst Ihre Ernährungsprinzipien befolgen, nimmt auch Ihr Kind leichter die guten Gewohnheiten an, die Sie ihm auferlegen. Andersrum geht es natürlich noch viel schneller. Hat also die Mutter die Hand ständig in der Keksdose, wird das Händchen des Kindes sich auch dort finden. Und wenn der Papa ständig eine Extrawurst braucht, wird auch das Kind ein nörgeliger Esser werden. Und Ungerechtigkeiten wie Pommes auf dem Erwachsenenteller und Pellkartoffeln auf dem eigenen lassen die Kleinen Ihnen nicht durchgehen – versuchen Sie das gar nicht erst. Ergreifen Sie lieber die Gelegenheit beim Schopf und arbeiten Sie an Ihren eigenen Gewohnheiten.

Georg, Vater von Lena und Delia 


expert

„Wenn es möglich ist, essen wir abends alle zusammen. Das ist schöner, als wenn jeder für sich isst. Außerdem kann man bei Tisch die Erlebnisse des Tages besprechen. So wird das Essen zwar gemütlich zelebriert, steht aber nicht so im Vordergrund, dass es sich lohnen würde, Theater zu machen. Ich freue mich immer, wenn meine Mäuse mit einem schön gedeckten Tisch auf mich warten.“