Irgendwann ist es soweit: Ihr Kind wird abgestillt. Wichtig ist, dass Sie dabei möglichst langsam vorgehen. Sie können sich dazu auch von Ihrer Hebamme oder dem Kinderarzt beraten lassen.
Für Mutter und Baby ist das Stillen eine wundervolle Gelegenheit zum intensiven Zusammensein. Junge Frauen stillen heute oft länger als ihre Mütter, denn Muttermilch ist preiswert, immer verfügbar und vor allem gesund. Man hat verstanden, dass Muttermilch nicht zu übertreffen ist.
Kinderärzte empfehlen, mindestens in den ersten 4 Monaten zu stillen. Zu welchem Zeitpunkt und warum abgestillt wird, kann individuell sehr unterschiedlich sein. Wenn Sie also sehr früh (z.B. aus beruflichen Gründen) oder aber sehr plötzlich abstillen möchten, ist ein persönliches Gespräch mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Hebamme sinnvoll. Sie können Ihnen helfen, den für Sie und Ihr Baby besten Weg zu finden.
Abstillen, aber langsam
Beim langsamen, natürlichen Abstillen wird die Muttermilch nach und nach durch Säuglingsmilch aus dem Fläschchen oder durch andere Nahrung ersetzt. Die Milchbildung geht zurück, da sie durch selteneres Anlegen des Babys nicht mehr so stark angeregt wird. Auch das Drüsengewebe bildet sich zurück und erreicht nach und nach den gleichen Zustand wie vor der Geburt. Grundsätzlich versiegt die Milchproduktion umso schneller, je seltener die Brust stimuliert und entleert wird. Das Kind bekommt z.B. nur noch eine Brust pro Mahlzeit und vor dem Stillen löffelweise Beikost, so dass es die Brust nicht mehr ganz leer trinkt. Salbei- und Pfefferminztee können das Abstillen unterstützen.
Manchmal ist es nötig, sehr zügig abzustillen – z.B. wenn die Stillende krank wird und Medikamente nehmen muss, die dem Kind schaden würden.
Kinderärzte und Hebammen können auch bei diesem Problem beraten und helfen, den Übergang möglichst schonend zu gestalten.
Sie dürfen weiterstillen, so lange Sie möchten
So lange Sie und Ihr Baby sich einig sind, spricht nichts dagegen, auch im zweiten Lebenshalbjahr zu stillen. Allerdings reicht die Muttermilch allein jetzt nicht mehr aus. Deshalb raten Kinderärzte, in jedem Fall spätestens nach dem 6. Monat mit der Beikost in Form von Gemüse-, Obst- oder Breimahlzeiten zu beginnen. Durch die langsame Umstellung der Mittagsmahlzeit und später der Abendmahlzeit hat Ihre Brust Zeit, die Milchproduktion allmählich zu reduzieren.
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