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Wenn Babys mehr essen wollen
Mutter füttert Baby
zum Thema: Oft gefragt: Beikost
Oft gefragt: Beikost
Wie der sichere Start mit der Beikost gelingt.>>

Woran Sie erkennen, dass es Zeit fürs Gläschen ist

Ihr Baby wird immer aktiver und braucht mehr Energie. Und das macht sich auch durch steigenden Appetit bemerkbar. Für den weiteren Aufbau seiner Muskulatur, für die Zähne, den Knochenaufbau und die Zellentwicklung müssen Kalorien, Eiweiß, Eisen, Calcium und Vitamine zunehmend über andere Nahrungsmittel hinzukommen. Zeit für Früchte, Gemüse, Menüs und Milchbreie - die Beikost.

In den ersten vier bis sechs Monaten bekommt ein Baby mit der Muttermilch oder einer Säuglingsmilchnahrung alles, was es zur Ernährung braucht. Auch danach bleibt Milch der wichtigste Bestandteil der Ernährung, aber sie reicht alleine nicht mehr aus. Viele Babys zeigen Ihren Eltern deutlich, dass sie gerne einmal etwas anderes probieren möchten: Sie schauen neugierig auf jeden Bissen, den "ihre Großen" essen und sehen dabei fast ein bisschen neidisch aus. Zu dieser Zeit sind sie offen für Neues und lassen sich bereitwillig auf so spannenden Experimente wie das Essen vom Löffel ein.

Zufüttern – wie mache ich das?

In den meisten Fällen hat es sich bewährt, zunächst die
Mittagsmahlzeit auf ein geeignetes Gemüsegläschen umzustellen. Bieten Sie Ihrem Baby dabei vor der Mittagsmilch ein paar Löffelchen
an. Gut geeignet sind vor allem Karotten oder Kartoffeln. Am besten beginnen Sie mit nur einem neuen Rohstoff pro Woche. Sollte Ihr Baby beispielsweise allergisch auf Karotten reagieren, wissen Sie ganz genau, das diese der Auslöser waren, da Sie ja nichts anderes zugefüttert haben.

Wann immer Sie Ihrem Baby im ersten Halbjahr etwas Neues, Ungewohntes zum Essen anbieten, lassen Sie ihm ein paar Tage Zeit, sich an eine neue Mahlzeit zu gewöhnen. Zeigt Ihr Baby gar kein Interesse an fester Nahrung, dann warten Sie einfach zwei Wochen ab und starten dann einen neuen Versuch.

Stellen Sie sich auch darauf ein, dass es anfangs etwas ungewohnt für Ihr Baby sein wird, wenn Sie es füttern. Nicht jeder Löffel wird auch brav hinuntergeschluckt, sondern landet auch mal auf dem Tisch oder dem Lätzchen. Mit der Zeit bekommt Ihr Baby aber immer mehr Übung beim Essen und die Schmiererei wird weniger.

Und wie geht’s weiter?

Im zweiten Lebenshalbjahr wächst Ihr Baby immer noch schnell, wenn auch nicht mehr in so rasantem Tempo. Aber bis zum Ende des ersten Lebensjahres hat es sein Geburtsgewicht immerhin verdreifacht! Allein zwischen dem sechsten und zwölften Lebensmonat nimmt ein Kind so viel an Gewicht zu und wächst so viele Zentimeter wie im gesamten dritten Lebensjahr. Dazu kommt der wachsende Bewegungsdrang - aktive Babys brauchen Energie, nicht nur viel, sondern auch die richtige.

Und noch etwas ist zu berücksichtigen: die Zähnchen, die zumeist zwischen dem 6. und 8. Monat kommen und festere Kost brauchen. 

Kleinkinder sind keine kleinen Erwachsenen!

Deshalb sind altersgerechte, gezielt auf die jeweiligen Anforderungen und Bedürfnisse des kleinen Körpers ausgerichtete Mahlzeiten noch eine Weile notwendig. Denn die richtige Ernährung ist ein wesentlicher Baustein für die gesunde Entwicklung.

Ihr Kleines wird es lieben, seine Zähnchen auszuprobieren. Menüs mit kleinen Stückchen (wie z.B. Fleisch oder Nudeln) fördern nicht nur seinen Appetit, sondern auch das Kauen. Für zwischendurch eigenen sich Babykekse, die es selbst in der Hand halten und darauf herumknabbern kann. Bitte lassen Sie Ihr Baby nicht mit solchen Knabbereien alleine, es könnte sich verschlucken. Das gilt auch für Obststückchen, die es jetzt gerne selbst hält und isst.

Wie Sie Ihre großen Kleinen ganz allmählich sicher von der Babynahrung zum Familienessen bringen, erfahren Sie hier.


V1.74, Stand 05.08.2010