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Beschwerden in der Schwangerschaft 

Schwangerschaftsbeschwerden: Lästig, aber unausweichlich? Teilweise stimmt das. Aber es gibt ein paar einfache Tricks, die die unangenehmen Begleiterscheinungen der Schwangerschaft erträglicher machen.

Die Schwangerschaft ist eine Zeit großen Glücks, erzählt man immer. Warum wird nur so wenig von all den kleinen Unannehmlichkeiten berichtet? Übelkeit, ja, aber auch Verstopfung, Krämpfe... Suchen Sie nach Tipps für eine gelassene Schwangerschaft?

Von den ersten Wochen an bildet sich ein neues Gleichgewicht, die Hormonwerte ändern sich, der Körper ändert sich. Das Ergebnis: Die meisten Frauen leiden unter kleineren Unannehmlichkeiten, die sich mit der Zeit legen, wenn sich er Organismus daran gewöhnt. Wir haben ein paar Ratschläge für das Umschiffen dieser Klippe!

Morgendliche Übelkeit und Erbrechen

Der Klassiker: Während der ersten drei Monate bewirkt die steigende Hormonausschüttung (Progesteron und Östrogen) eine veränderte Geschmackswahrnehmung und ein gesteigertes Geruchsempfinden. Diese Veränderungen ziehen bei vielen Frauen morgendliche Übelkeit und Erbrechen nach sich, häufig eines der ersten Anzeichen für eine Schwangerschaft. Auch Stress und Verunsicherung spielen häufig eine Rolle bei dieser Überempfindlichkeit.

Das können Sie tun:

  • Organisieren Sie drei richtige Mahlzeiten am Tag zu festen Zeiten und gönnen Sie sich eine oder zwei ausgeglichene Zwischenmahlzeiten. So vermeiden Sie Blutzuckerschwankungen, die u. a. die Übelkeit verstärken können.
  • Wählen Sie zum Frühstück Kohlenhydrate, die langsamer verwertet werden, wie Vollkornmüsli, Vollkornbrot….
  • Vermeiden Sie fette, schwer verdauliche Nahrungsmittel und Sprudel.
  • Nehmen Sie sich Zeit, um in Ruhe zu essen und gönnen Sie sich anschließend ein wenig Ruhe für eine gute Verdauung. Falls Sie schlecht schlafen, ist auch ein Mittagsschläfchen angebracht.
  • Ruhen Sie sich aus und versuchen Sie, sich zu entspannen.
  • Achten Sie darauf den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust bei Erbrechen wieder auszugleichen.

Verdauungsprobleme

Unter Verstopfung, Blähungen, Sodbrennen und saurem Aufstoßen leiden viele werdende Mütter. Verursacht werden diese Beschwerden einerseits durch die erhöhte Ausschüttung des Hormons Progesteron, das die Muskeln des Verdauungstrakts schwerfällig macht, und andererseits durch die wachsende Gebärmutter, die auf die anderen Organe drückt.

Abhilfe bei Blähungen:

  • Meiden Sie blähende Nahrungsmittel wie Kohl, und kohlensäurehaltige Getränke.
  • Nehmen Sie lieber mehrere kleinere Mahlzeiten als wenige große zu sich.
  • Nehmen Sie sich Zeit zum Essen.

Abhilfe bei Verstopfung:

  • Bevorzugen Sie ballaststoffreiche Nahrungsmittel: Gemüse, Salat, Obst, Müsli, Brot, Nudeln und Reis aus Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte
  • Zwischendurch ein paar getrocknete Pflaumen oder Trockenobst: Achten Sie dabei auf ausreichend Flüssigkeit oder weichen Sie das Obst vorher in Wasser ein.
  • Nehmen Sie regelmäßig milchsäurehaltige Lebensmittel wie Buttermilch, Joghurt aber auch z.B. Sauerkraut zu sich.
  • Bewegen Sie sich ausreichend, um auch Ihren Darm in Bewegung zu bringen: Machen Sie täglich mindestens einen halbstündigen Spaziergang.
  • Trinken Sie ausreichend, ca. 1,5 l täglich.

Abhilfe bei Sodbrennen:

  • Verzichten Sie auf zu fette Nahrung.
  • Legen Sie sich nicht sofort nach dem Essen hin.
  • Beugen Sie sich nicht zu oft nach vorne, um den Druck auf den Magen nicht zu erhöhen.
  • Ihr Arzt kann Ihnen ggf. geeignete Medikamente verordnen: Sprechen Sie ihn darauf an.

Ein weiteres Phänomen, das häufig bei schwangeren Frauen auftritt, ist eine vermehrte Speichelbildung. Sie ist oft auf eine Reizung des Nervs zurückzuführen, der die Speicheldrüsen stimuliert und wird durch Stress verstärkt. Entspannen Sie sich, um Abhilfe zu schaffen! Sie können es auch mit einer homöopathischen oder einer Akupunkturbehandlung versuchen.

Schwangerschaftsbeschwerden
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Schwere Beine, Krämpfe und Hämorrhoiden

Krämpfe
Viele Frauen leiden während der Schwangerschaft unter Krämpfen, vor allem in den Waden und Füßen. Die Ursachen hierfür können vielfältig sein, häufig ist es aber ein Mangel an Mineralstoffen. Beugen Sie also durch ein magnesium-, calcium-, kalium- und Vitamin B-reiche Ernährung vor und bauen Sie z.B. Bananen, Spinat und Nüsse in Ihren Speiseplan ein. Achten Sie auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und hohe Mineralstoffgehalte bei Mineralwasser.
Auch kräftige Massagen, Herumlaufen und Wechselduschen der Beine können hilfreich sein.

Schwere Beine und Wassereinlagerungen
Geschwollene Füße und Beine sind Beschwerden mit denen viele Frauen v.a. im letzten Drittel der Schwangerschaft zu kämpfen haben. Ihre Beine sehen dann aus wie Pfosten – und fühlen sich auch so an. Ein erhöhtes Blutvolumen und gleichzeitig eine höhere Dehnbarkeit der Gefäßwände lassen Körperflüssigkeit in die Beine sacken, was ein Schweregefühl, das sogenannte Ameisenlaufen und die Schwellung verursacht. Um vorzubeugen, aber auch um Abhilfe zu verschaffen, bewegen Sie sich ausreichend, vermeiden Sie langes Stehen und legen Sie beim Sitzen so oft wie möglich die Beine hoch. Bei hartnäckigen Wassereinlagerungen sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden, dass diese ein Hinweis auf eine Schwangerschaftsgestose sein können.

Krampfadern
Durch die hormonellen Veränderungen erschlaffen die Venenwände in der Schwangerschaft. Hinzu kommt, dass der Blutrückfluss zum Herzen durch den Druck der wachsenden Gebärmutter auf Venen im Bereich des Beckens sowieso erschwert wird. Die Folge ist häufig die Entstehung von Krampfadern, also eine Stauung von Blut in den Gefäßen. Auch hier hilft häufiges Hochlegen der Beine, sowie Bewegung und Wechselduschen der Beine. Hämorrhiden sind ebenfalls Krampfadern. Um vorzubeugen, sorgen Sie durch eine abwechslungs- und ballaststoffreiche Ernährung für eine geregelte Verdauung und weichen Stuhlgang. Gegen starken Juckreiz helfen Sitzbäder mit Eichenrinden- oder Kamillenextrakt.

Das können Sie tun:

  • Entscheiden Sie sich auch für Mineralwasser mit hohen Magnesiumgehalt (z. B. das kohlensäurefreie Contrex...).
  • Tragen Sie flache Schuhe.
  • Schließen Sie Ihre Dusche mit einem Kaltwasserstrahl ab, den Sie von den Knöcheln nach oben bis zu den Hüften leiten. Sie können auch Ihre Beine massieren.
  • Schlafen Sie mit leicht erhöhten Beinen (Kissen).
  • Tragen Sie ggf. Kompressionsstrümpfe (die Ihnen Ihr Arzt verordnen kann).

In den meisten Fällen gibt es natürliche Lösungen. Falls Ihre Beschwerden nicht aufhören, nehmen Sie trotzdem nicht eigenmächtig Medikamente. Sprechen Sie immer vorher mit Ihrem Arzt.

Ein Beispiel-Menü für eine reibungslose Verdauung (also gegen Verstopfung):

  • Morgens: 1 Tasse Tee + 2 Scheiben Vollkornbrot + 1 Milchprodukt + 1 Glas frischer Orangensaft
  • Imbiss: 1 Apfel + Vollkornzwieback
  • Mittags: Chicoree-Salat mit Nüssen + 1 Teller Vollkornnudeln mit Tomatensoße und geriebenem Emmentaler – Birnen/Apfel-Kompott + Mineralwasser
  • Imbiss: Ein kleines Glas Dörrpflaumensaft + 1 Hand voll Kirschen oder 1 Orange + 1 Scheibe Vollkornbrot und eine Tasse Tee
  • Abends: 1/2 Avocado mit Zitronensaft + gegrilltes Hühnchenschnitzel mit grünen Bohnen + 1 Portion Käse + 2 Scheiben Vollkornbrot + eine Tasse Kräutertee
  • Über den Tag verteilt sollten Sie 1,5 bis 2l Flüssigkeit, vorzugsweise kalorienarme Getränke wie Mineral- oder Trinkwasser, ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees oder verdünnte Fruchtsäfte trinken.