Schwangerschaftsbeschwerden: Lästig, aber unausweichlich? Teilweise stimmt das. Aber es gibt ein paar einfache Tricks, die die unangenehmen Begleiterscheinungen der Schwangerschaft erträglicher machen.
Die Schwangerschaft ist eine Zeit großen Glücks, erzählt man immer. Warum wird nur so wenig von all den kleinen Unannehmlichkeiten berichtet? Übelkeit, ja, aber auch Verstopfung, Krämpfe... Suchen Sie nach Tipps für eine gelassene Schwangerschaft?
Von den ersten Wochen an bildet sich ein neues Gleichgewicht, die Hormonwerte ändern sich, der Körper ändert sich. Das Ergebnis: Die meisten Frauen leiden unter kleineren Unannehmlichkeiten, die sich mit der Zeit legen, wenn sich er Organismus daran gewöhnt. Wir haben ein paar Ratschläge für das Umschiffen dieser Klippe!
Morgendliche Übelkeit und Erbrechen
Der Klassiker: Während der ersten drei Monate bewirkt die steigende Hormonausschüttung (Progesteron und Östrogen) eine veränderte Geschmackswahrnehmung und ein gesteigertes Geruchsempfinden. Diese Veränderungen ziehen bei vielen Frauen morgendliche Übelkeit und Erbrechen nach sich, häufig eines der ersten Anzeichen für eine Schwangerschaft. Auch Stress und Verunsicherung spielen häufig eine Rolle bei dieser Überempfindlichkeit.
Das können Sie tun:
Verdauungsprobleme
Unter Verstopfung, Blähungen, Sodbrennen und saurem Aufstoßen leiden viele werdende Mütter. Verursacht werden diese Beschwerden einerseits durch die erhöhte Ausschüttung des Hormons Progesteron, das die Muskeln des Verdauungstrakts schwerfällig macht, und andererseits durch die wachsende Gebärmutter, die auf die anderen Organe drückt.
Abhilfe bei Blähungen:
Abhilfe bei Verstopfung:
Abhilfe bei Sodbrennen:
Ein weiteres Phänomen, das häufig bei schwangeren Frauen auftritt, ist eine vermehrte Speichelbildung. Sie ist oft auf eine Reizung des Nervs zurückzuführen, der die Speicheldrüsen stimuliert und wird durch Stress verstärkt. Entspannen Sie sich, um Abhilfe zu schaffen! Sie können es auch mit einer homöopathischen oder einer Akupunkturbehandlung versuchen.
Schwere Beine, Krämpfe und Hämorrhoiden
Krämpfe Viele Frauen leiden während der Schwangerschaft unter Krämpfen, vor allem in den Waden und Füßen. Die Ursachen hierfür können vielfältig sein, häufig ist es aber ein Mangel an Mineralstoffen. Beugen Sie also durch ein magnesium-, calcium-, kalium- und Vitamin B-reiche Ernährung vor und bauen Sie z.B. Bananen, Spinat und Nüsse in Ihren Speiseplan ein. Achten Sie auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und hohe Mineralstoffgehalte bei Mineralwasser. Auch kräftige Massagen, Herumlaufen und Wechselduschen der Beine können hilfreich sein.
Schwere Beine und Wassereinlagerungen Geschwollene Füße und Beine sind Beschwerden mit denen viele Frauen v.a. im letzten Drittel der Schwangerschaft zu kämpfen haben. Ihre Beine sehen dann aus wie Pfosten – und fühlen sich auch so an. Ein erhöhtes Blutvolumen und gleichzeitig eine höhere Dehnbarkeit der Gefäßwände lassen Körperflüssigkeit in die Beine sacken, was ein Schweregefühl, das sogenannte Ameisenlaufen und die Schwellung verursacht. Um vorzubeugen, aber auch um Abhilfe zu verschaffen, bewegen Sie sich ausreichend, vermeiden Sie langes Stehen und legen Sie beim Sitzen so oft wie möglich die Beine hoch. Bei hartnäckigen Wassereinlagerungen sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden, dass diese ein Hinweis auf eine Schwangerschaftsgestose sein können.
Krampfadern Durch die hormonellen Veränderungen erschlaffen die Venenwände in der Schwangerschaft. Hinzu kommt, dass der Blutrückfluss zum Herzen durch den Druck der wachsenden Gebärmutter auf Venen im Bereich des Beckens sowieso erschwert wird. Die Folge ist häufig die Entstehung von Krampfadern, also eine Stauung von Blut in den Gefäßen. Auch hier hilft häufiges Hochlegen der Beine, sowie Bewegung und Wechselduschen der Beine. Hämorrhiden sind ebenfalls Krampfadern. Um vorzubeugen, sorgen Sie durch eine abwechslungs- und ballaststoffreiche Ernährung für eine geregelte Verdauung und weichen Stuhlgang. Gegen starken Juckreiz helfen Sitzbäder mit Eichenrinden- oder Kamillenextrakt.
In den meisten Fällen gibt es natürliche Lösungen. Falls Ihre Beschwerden nicht aufhören, nehmen Sie trotzdem nicht eigenmächtig Medikamente. Sprechen Sie immer vorher mit Ihrem Arzt.
Ein Beispiel-Menü für eine reibungslose Verdauung (also gegen Verstopfung):
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